Früher c/o den 36-Boys, heute Dönerladenbesitzer: Am Görli stillstehen sie Schlange

Als sie vergangenes Jahr Eröffnung feierten, gab ihnen niemand im Kiez eine Chance. Der Hähnchen-Döner-Laden am Görlitzer Bahnhof in Berlin-Kreuzberg startete mit einem unschlagbaren Eröffnungsangebot und bunten Ballons. Drei Euro für einen Döner, Soße und Salat, serviert im selbst gebackenen Brot. Es war zu schön, um wahr zu sein. Dann wurden die Ballons schrumpelig, der Preis stieg über Nacht auf sechs Euro. Die benachbarten Händler warteten halb mitleidig, halb schadenfroh darauf, dass der Laden schließt und der nächste Imbiss einzieht. So lief es hier noch immer.

Doch der Ladenbesitzer blieb hartnäckig. Die Entscheidung war einfach: den Preis senken oder einpacken. Nicht leicht in Zeiten hoher Mieten, hoher Strompreis

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