Friedrich Merz redet sich warm. Beim World Economic Forum in Davos erklärte er im Januar,
dass Deutschland verstanden habe und eine neue wirtschaftliche und militärische
Stärke anstrebe. Er sagte der Überregulierung in der EU den Kampf an und machte
die digitale Transformation zum Kernthema. Vergangene Woche wiederholte er die
Botschaft eindringlicher und in Abgrenzung von den Vereinigten Staaten auf der
Münchner Sicherheitskonferenz. Und diese Woche hat er vor dem CDU-Parteitag in
Stuttgart öffentlich mit dem Gedanken an eine zweite Amtszeit gespielt und von
den „richtigen Entscheidungen“ gesprochen. Dort stellt sich am Freitag und
Samstag die Frage, ob sein Reform-Crescendo wirklich zu entscheidenden Taten
führt.