Friedrich Merz: Eine europäische Unabhängigkeitserklärung

An diese Rede wird man sich erinnern. Wahrscheinlich auch an ihren Ton. Denn die Worte und der Gestus, in denen der Bundeskanzler die deutsch-amerikanische Freundschaft beerdigt, sind bemerkenswert kühl. 

„Zwischen Europa und den Vereinigten Staaten hat sich eine Kluft, ein tiefer Graben aufgetan“, sagt Friedrich Merz nüchtern. Die USA betrieben Großmächtepolitik. Auch deshalb, weil sie darauf reagierten, wie China etwa Rohstoffe und Lieferketten unter seine Kontrolle bringe, stellt Merz ohne Vorwurf fest. Und auf die Attacke des US-Vizepräsidenten JD Vance, hier in München vor einem Jahr, reagiert Merz nun auch so unaufgeregt wie eindeutig: „Vance hatte recht“, sagt der Kanzler, „der Kulturkampf der MAGA-Bewegung ist nicht unserer.“ 

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