Es ist ein ungewohnter Anblick: Der Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas empfängt am Donnerstagnachmittag in der Muqataa – dem Regierungssitz der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in Ramallah – gut 50 jüdische und arabisch-palästinensische Israelis. Abbas, Präsident der PA, gewährt nur selten Audienzen, selbst vor seiner eigenen Bevölkerung zeigt er sich kaum. Öffentliche Auftritte mit israelischen Regierungsvertretern hat es seit 2021 nicht mehr gegeben; zu viele Zerwürfnisse bestehen nicht nur in wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Fragen, sondern vor allem angesichts von Drohungen der israelischen Besatzungsmacht, weitere palästinensische Gebiete zu annektieren.