Freihandel: Merz rechnet mit vorläufigem Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens

Das EU-Freihandelsabkommen mit den
Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay wird nach
Einschätzung von Bundeskanzler Friedrich Merz
(CDU) noch vor Abschluss einer Überprüfung durch den Europäischen
Gerichtshof (EuGH) angewandt werden können. „Nach heutigem Stand haben die
Versuche, es doch noch auf den letzten Metern zu verzögern, nämlich im
Europäischen Parlament, keinen Erfolg“, sagte Merz
beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse. „Es wird ein
vorläufiges Inkrafttreten dieses Handelsabkommens geben, in dem
Augenblick, wo der erste südamerikanische Staat es ratifiziert.“

Das Mercosur-Abkommen war zu Jahresbeginn nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen unterzeichnet worden. Das Europäische Parlament hatte dann jedoch mit
knapper Mehrheit beschlossen, den EuGH vor der Entscheidung über die
abschließende Ratifizierung untersuchen zu lassen, ob das Abkommen mit
EU-Recht vereinbar ist.

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