Frankreich: Rassemblement National siegt im Zusammenhang Kommunalwahl in etwa 30 Städten

In der zweiten Runde der französischen
Kommunalwahlen hat die rechtspopulistische Partei Rassemblement National
(RN) in etwa 30 Städten gewonnen. In der südfranzösischen Hafenstadt Toulon scheiterte der RN jedoch. Toulon galt während des Wahlkampfs als
möglicherweise größte Stadt, in der der RN die nächste Bürgermeisterin
stellen könnte.

In Nîmes, wo der RN sich ebenfalls Chancen
ausgerechnet hatte, setzte sich der Kandidat der kommunistischen Partei
durch. Die Ergebnisse der Großstädte werden erst später erwartet, da die
Wahlbüros dort noch bis 20.00 Uhr geöffnet waren. Ein Jahr vor der
Präsidentschaftswahl gilt die Kommunalwahl als wichtiger Stimmungstest.

In den beiden größten Städten Frankreichs setzten sich Kandidaten der Linken durch. In Paris lag der Sozialist Emmanuel Grégoire nach Hochrechnungen deutlich vor der konservativen Ex-Kulturministerin Rachida Dati. In Marseille setzte sich der sozialistische Amtsinhaber Benoît Payan gegen den rechtspopulistischen Kandidaten Franck Allisio durch, mit dem er in den Umfragen zeitweise gleichauf gelegen hatte.

In etwa 1.600 von 35.000 Kommunen gab es eine
zweite Runde, weil in der ersten Runde vor einer Woche kein Kandidat die
absolute Mehrheit erreicht hatte. Bis zum späten Nachmittag gaben nach
Angaben des Innenministeriums gut 48 Prozent der Wählerinnen und Wähler
ihre Stimme ab.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

AuslandEmmanuelFranckFrankreichGroßstädteHochrechnungenKommunalwahlenKommunenMarseilleParisRassemblement NationalUmfragenWeil