Frankreich: Macron entsendet atombetriebenen Flugzeugträger ins Mittelmeer

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, den atombetriebenen Flugzeugträger Charles De Gaulle vor die Küste Zyperns zu verlegen. Das Kriegsschiff, das von einem Luftgeschwader und Fregatten eskortiert wird, solle die verbündeten Streitkräfte im Nahen Osten unterstützen, sagte Macron in seiner Ansprache an die Nation. Als Grund für die Truppenverlegung nannte Macron den Angriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern.

Zusätzlich befahl Macron die Verlegung von Kampfjets, Luftabwehrsystemen und luftgestützen Radarsystemen in die vom Iran-Krieg betroffenen verbündeten Länder. Dabei verwies er auf die Verteidigungsabkommen
Frankreichs mit Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten
sowie auf die Verpflichtungen gegenüber dem Irak und Jordanien. Macron sagte weiter, dass Frankreich im Luftraum seiner Verbündeten Drohnen abgeschossen habe. Außerdem seien zwei französische Militärstützpunkte in der
Region von „begrenzten Angriffen“ getroffen worden, die
Sachschäden verursacht hätten.

Macron kündigt Koalition zum Schutz des internationalen Schiffsverkehr an

Ein weiteres Thema seiner Ansprache war der Schutz der aktuell gesperrten Straße von Hormus. „Wir haben ein ökonomisches Interesse, die Straße von Hormus zu beschützen, weil Öl- und Gaspreise und der internationale Handel durch diesen Krieg empfindlich getroffen wurden“, sagte der französische Präsident. Er kündigte unter anderem eine Koalition zum Schutz des internationalen Schiffsverkehrs an, „die Mittel aufbringt, auch militärische, um den Verkehr auf diesem für
die Weltwirtschaft wichtigen Seeweg wieder aufzunehmen“, sagte Macron.

Die Hauptverantwortung für den aktuellen Krieg sieht Macron beim Iran. Gleichzeitig sagte er, dass die Militärschläge von den USA und Israel gegen die Islamische Republik „außerhalb des Völkerrechts“ geschehen seien. „Das können wir nicht billigen“, sagte der französische Staatspräsident.

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