In Frankreich sind die Bürgerinnen und Bürger seit dem Morgen zur ersten Runde der Kommunalwahlen aufgerufen. Die Abstimmungen in rund 35.000 Städten und Gemeinden, darunter auch in der Hauptstadt Paris, gelten als wichtiger Stimmungstest für die Präsidentschaftswahl im April 2027. Im Fokus steht dabei das Abschneiden des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN).
Gegen Mittag lag die Wahlbeteiligung unter den rund 49 Millionen Stimmberechtigten bei etwa 19 Prozent. Damit war die Beteiligung um einen Prozentpunkt über dem vergleichbaren Wert im ersten Wahlgang der Kommunalwahlen 2020 während der Corona-Pandemie. 2014 waren es noch 23 Prozent Wahlbeteiligung gewesen.
Die Wahllokale schließen um 20 Uhr – erste Ergebnisse werden bereits kurz danach veröffentlicht. In allen Städten, in denen keine Liste mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält, findet am 22. März eine zweite Runde statt. Die Wahlberechtigten bestimmen die Gemeinde- und Stadträte und damit indirekt ihre Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.
Der RN könnte seine wachsende Popularität auch auf Gemeindeebene beweisen und einige Siege holen. Dies würde die Präsidentschaftskampagne der rechtspopulistischen Partei für 2027 bestärken. „Wenn die Menschen in Marseille eine mutige Wahl treffen (…), wird das die Franzosen ermutigen und ihnen die Augen für die Entscheidung öffnen, die sie im nächsten Jahr treffen werden“, sagte etwa Franck Allisio, der RN-Kandidat in der zweitgrößten Stadt Frankreichs, der Nachrichtenagentur Reuters.
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