Forsa ermittelt regelmäßig per Umfrage, wie das politische Spitzenpersonal in der Wählergunst dasteht. Im aktuellen Ranking bildet sich der Koalitionsfrust weiterhin ab.
Cem Özdemir ist im Aufwind. Der designierte Ministerpräsident von Baden-Württemberg konnte nach der gewonnenen Landtagswahl im Südwesten auch bundesweit punkten. In der März-Ausgabe des Forsa-Politikerrankings für RTL Deutschland bleibt der Grünen-Politiker nicht nur auf dem dritten Rang – er konnte auch den größten Vertrauenszuwachs aller berücksichtigten Akteurinnen und Akteure verzeichnen.
Darüber hinaus sind in der Rangliste nicht allzu viele große Bewegungen erkennbar. An der Spitze steht weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius, der aber ganz leichte Einbußen hinnehmen musste. Die weiteren Mitglieder der Bundesregierung inklusive Kanzler Friedrich Merz konnten nicht groß an Vertrauen hinzugewinnen oder verloren sogar Punkte. Der Koalitionsfrust ist auch im Politikerranking weiterhin deutlich erkennbar.
Auf dem zweiten Platz steht weiterhin und mit unveränderten Werten NRW-Landeschef Hendrik Wüst. Neu im Ranking dabei ist Felix Banaszak. Der Grünen-Chef steigt auf dem zwölften Rang und damit ungefähr im Mittelfeld ein. Seine Co-Vorsitzende Franziska Brandtner gewann ebenfalls drei Punkte hinzu.
CDU-Fraktionschef Jens Spahn ist neues Schlusslicht in der Rangliste. Seine Werte sind zwar unverändert, allerdings wurde er von Alice Weidel und Tino Chrupalla überholt. Das AfD-Führungsduo konnte in der März-Ausgabe leicht zulegen.
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Großes Umfrage-Gefälle zwischen Ost und West
Die berücksichtigten Vertreterinnen und Vertreter der „alten“ Parteien schneiden wie schon in der vergangenen Ausgabe des Rankings in den neuen Bundesländern fast durchgehend schlechter ab als in den alten Bundesländern. Eine Ausnahme bildet hier nur die Linke. Die politischen Akteure der AfD genießen wiederum im Osten Deutschlands größeres Vertrauen als im Westen.
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Zur Methodik: Die Bewertung zur Frage, bei wem die Befragten das Land „in guten Händen“ sehen, erfolgt anhand einer Skala von 0 („überhaupt nicht in guten Händen“) bis 100 („voll und ganz in guten Händen“); dargestellt ist jeweils der Mittelwert auf Basis derer, die den/die Politiker/in kennen. Im Zeitraum vom 11. bis 13. März 2026 befragte Forsa im Auftrag von RTL Deutschland 1501 Personen.
Source: stern.de