Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnt große Fluggesellschaften vor einer möglicherweise gefährlichen Lage bei Flügen über Venezuela. Die Behörde begründete die Warnung mit einer „sich verschlechternden Sicherheitslage und erhöhter militärischer Aktivität in oder um Venezuela“. Es bestehe Gefahr für Flugzeuge in allen Flughöhen. So hätten laut FAA seit September die Störungen im Satellitennavigationssystem zugenommen.
Zuvor hatten die USA Truppen in der Region um Venezuela konzentriert. Unter anderem schickte die US-Regierung den größten Flugzeugträger der US-Marine, mindestens acht weitere Kriegsschiffe und F-35-Flugzeuge in die Karibik. Seit September greifen US-Streitkräfte dort immer wieder Boote an und begründen dies mit angeblichem Drogenschmuggel. Beweise hat die US-Regierung bislang nicht vorgelegt. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und als Verstoß gegen das Völkerrecht.
Die USA haben Direktflüge von Passagier- und Frachtflügen nach Venezuela seit 2019 eingestellt. Manche US-Fluggesellschaften überfliegen das Land aber auf ihren Routen in Südamerika. American Airlines hat nach eigenen Angaben bereits im Oktober aufgehört, über venezolanisches Gebiet zu fliegen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Weitere Fluggesellschaften haben sich demnach noch nicht zu der Warnung geäußert.