Feuerpause pro Verhandlungen: Berichte: USA legen Teheran 15-Punkte-Plan pro Frieden vor

Feuerpause für VerhandlungenBerichte: USA legen Teheran 15-Punkte-Plan für Frieden vor

25.03.2026, 05:41 Uhr

Artikel anhören(04:21 min)

Trump hat Gesprächsbedarf. (Foto: AP)

Der US-Präsident will den Krieg gegen den Iran möglichst bald beenden oder wenigstens unterbrechen. Medienberichten zufolge legt Washington einen 15-Punkte-Plan vor. Die USA fordern unter anderem die Herausgabe des angereicherten Urans. Von einem Regimewechsel ist keine Rede.

Die US-Regierung hat der iranischen Regierung Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Der Vorschlag sei Teheran über die pakistanische Regierung übermittelt worden, die sich als Vermittler angeboten hatte, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf zwei anonyme Beamte. Der Plan sieht demnach strikte Beschränkungen für Teherans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor.

Laut dem israelischen Sender Channel 12 schlagen die USA eine einmonatige Feuerpause vor, während der über die Vorlage verhandelt werden soll. Der Plan sieht demnach ein Ende jeglicher Urananreicherung auf iranischem Boden und die Übergabe des angereicherten Materials vor. Der Iran solle zudem die Straße von Hormus wieder öffnen. Von einem Regimewechsel in Teheran sei nicht die Rede.

Im Gegenzug sollen Channel 12 zufolge alle Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Teheran soll außerdem Unterstützung bei der Entwicklung ziviler Atomenergie in Buschehr erhalten. Kurz vor Bekanntwerden des Plans hatte die iranische Regierung Israel vorgeworfen, das dortige Atomkraftwerk zum wiederholten Male angegriffen zu haben.

Ölpreis reagiert sofort

Das Weiße Haus und das US-Außenministerium äußerten sich zunächst nicht zu den Berichten. Die Ölpreise reagierten dennoch prompt: Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 5,92 Prozent auf 98,30 Dollar (84,71 Euro). Der Preis für die US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) ging um 5,01 Prozent auf 87,72 Dollar zurück.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erneut von laufenden Verhandlungen mit dem Iran gesprochen. Die Gespräche fänden „genau jetzt“ statt, sagte er im Weißen Haus. Daran seien Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio beteiligt sowie Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner. Man spreche mit den „richtigen Leuten“ im Iran, sagte Trump, ohne konkreter zu werden. Es gebe nun eine neue Führung in der Islamischen Republik und die Iraner wollten „unbedingt“ eine Einigung erzielen. Das iranische Außenministerium und der einflussreiche Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf hatten zuvor Aussagen Trumps dementiert, dass man seit Sonntag mit den USA verhandele.

Israel und die USA hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region. Seit Beginn des Krieges ist außerdem die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Dies ließ die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe schnellen. Wegen der gestiegenen Treibstoffpreise steht Trump innenpolitisch unter Druck.

Nach Angaben der UN-Schifffahrtsorganisation (IMO) soll der Iran die Straße von Hormus inzwischen zum Teil wieder geöffnet haben. Schiffe, die „weder an Aggressionshandlungen gegen den Iran teilnehmen noch diese unterstützen“ und gewisse Sicherheitsvorschriften einhielten, dürften „in Abstimmung mit den zuständigen Behörden“ fortan wieder die wichtige Meerenge passieren, hieß es in einer von der IMO veröffentlichten Erklärung Teherans.

Quelle: ntv.de, ino/AFP

Source: n-tv.de