Den Kandidatinnen und Kandidaten blieben wie üblich nur wenige Tage, um Jive, Tango oder Foxtrott möglichst in Perfektion auf die Bühne zu bringen. Wem das diesmal schwerfiel.
Die „Let’s Dance„-Promis haben sich für die vierte Folge der RTL-Tanzshow zu echten Musik-Ikonen verwandelt. Tokio-Hotel-Schlagzeuger Gustav Schäfer stand als Phil Collins („In The Air Tonight“) auf der Bühne, Moderator Ross Antony als Lady Gaga („Poker Face“). Madonnas Erfolg bewahrte das Model Betty Taube allerdings nicht davor, mit ihrem Tanzpartner Alexandru Ionel als letzte im Punkteranking zu stehen. Sie wird in der fünften Folge der 19. „Let’s Dance“-Staffel nach Ostern deshalb nicht mehr dabei sein.
Neben Taube zitterten auch Schäfer und Schauspielerin Esther Schweins mit ihrer professionellen Begleitung ums Weiterkommen – erreichten dann jedoch noch die nächste Runde. Für Schweins ist das eine besondere Leistung, denn sie tanzte in der vierten Folge mit zwei gebrochenen Rippen einen Slowfox zum Lied „The Shoop Shoop Song“.
Mehr Punkte gehen nicht
Publikum und Jury waren am vierten Showabend gleich begeistert vom Schweizer Joel Mattli und dessen Tanzpartnerin Malika Dzumaev. Als Elvis Presleys verkleidet tanzte der Sportler mit Dzumaev zu „Hound Dog“ einen Jive und bekam dafür zum ersten Mal in dieser Staffel die vollen 30 Punkte von der Fachjury.
Eine exzellente Bewertung hatte Mattli in der vergangenen Woche schon erzielt: Zum ersten Mal in dieser „Let’s Dance“-Staffel hatten er und Dzumaev volle Punktzahl vom bekanntlich strengsten Juror, Joachim Llambi, bekommen.
In den Proben vor der Live-Sendung am Sonntag ließ nicht alles darauf schließen, dass Mattli und Dzumaev wieder abräumen würden. Eingespielte Videos zeigten, wie Dzumaev immer wieder hinfiel, weil ihr Tanzpartner sie nicht richtig hielt. Und auch Mattli selbst blieb nicht unbeschadet.
Als es darauf ankam, saß jedoch alles perfekt. „Das war wirklich lebendig“, lobte Juror Jorge González, der die Kandidatinnen und Kandidaten als David Bowie von der Seite der Tanzfläche aus beobachtete. „Das macht Spaß“, fand auch seine Sitznachbarin Motsi Mabuse. Und Llambi lobte dann: „So muss das sein.“ Das will etwas heißen, denn González, Mabuse und Llambi haben in ihren 14 gemeinsamen Jahren bei „Let’s Dance“ schon einiges gesehen.
Llambi sieht Finale schon vor sich
Drei Punkte weniger als Mattli und Dzumaev erhielten die Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack („Dieses Gefühl“) und Tanzpartner Evgeny Vinokurov. Zu „…Baby One More Time“ von Britney Spears lieferten die beiden eine solch überzeugende Show ab, dass Llambi ihnen den Einzug in das Showfinale prophezeite.
Sollte seine Prognosen stimmen, nähmen daran dann wohl neben Woitschack auch der deutsch-französische Rapper Milano („Au Revoir“) und Schauspieler Jan Kittmann teil. Beide ertanzten sich zuletzt mit 26 Punkten eine durchaus solide Bewertung der Fachjury. Ob die drei Tanzpaare tatsächlich ins Finale einziehen werden, bleibt allerdings abzuwarten.
Karten von Woche zu Woche neu gemischt
In der vergangenen Woche mussten die Influencerin Bianca „Bibi“ Heinicke und ihr Tanzpartner Zsolt Sándor Cseke darum bangen, ob sie noch einmal aufs „Let’s Dance“-Tanzparkett dürfen. Zu ihrem Glück bekam dann jedoch Schauspieler und Komiker Simon Gosejohann noch weniger Punkte.
Statt eines langsamen Walzers präsentierte Heinicke in dieser Woche als Marilyn Monroe verkleidet gemeinsam mit Cseke einen Slowfox zu „I want to be loved by you“. „Das ist echt voll schwer für mich, dieses Gefühl und diese Sinnlichkeit darzustellen“, zeigte sich die 33-Jährige während der Proben skeptisch. Die Jury war nach dem Auftritt dann jedoch überzeugt von ihrer Leistung. „Du entwickelst dich sehr gut“, lobte González. Dann gab es 23 Punkte – und die Möglichkeit für einen weiteren Auftritt.
dpa
Source: stern.de