Fernsehen: Sparzwang zusammen mit Deutscher Welle soll umgrechnet 160 Stellen in Verbindung stehen zu

Aufgrund einer Kürzung des Bundeszuschusses für dieses Jahr hat die Deutsche Welle (DW) umfassende Sparmaßnahmen beschlossen. Das teilte der deutsche Auslandssender mit. Um 21 Millionen Euro einzusparen, werde das griechischsprachige Angebot eingestellt und das Portfolio in weiteren Sprachen reduziert. Rechnerisch müssten 160 Vollzeitstellen gestrichen werden, es seien aber keine betriebsbedingten Kündigungen geplant.  

Neben dem griechischen Programm betreffen die Kürzungen auch die Budgets für die Sprachangebote Portugiesisch für Afrika sowie Dari und Paschtu für Afghanistan. Außerdem reduziere der Sender die spanischsprachigen Fernsehnachrichten außerhalb der Hauptsendezeit, teilte die DW mit. 

Starker Reichweitenverlust erwartet

Laut Angaben der DW sinkt der Bundeszuschuss in diesem Jahr um zehn Millionen Euro auf 415 Millionen. Zudem würden nicht ausgeglichene Tarifsteigerungen Mehrkosten in Höhe von rund elf Millionen Euro verursachen. Durch die staatlichen Kürzungen sind dem Vorsitzenden des Rundfunkrates zufolge deutliche Reichweitenverluste des Senders zu erwarten. „Das ist besonders bitter, da Russland und China ihre staatlichen Propagandasender massiv ausbauen und der Rückzug der Amerikaner aus dem Auslandsrundfunk weitere Lücken reißt“, sagte Jüsten.

Kritik an den staatlichen Kürzungen und den damit verbundenen
Programm- und Arbeitsplatzkürzungen äußerte die Gewerkschaft Ver.di. „In einer um Fachkräfte werbenden Welt verliert Deutschland damit international an Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Verdi-Vorstandsmitglied
Christoph Schmitz-Dethlefsen in Berlin. „Zudem werden Stimmen, die
demokratische Kräfte weltweit unterstützen können, deutlich leiser
werden.“

Zum Auftrag der DW gehört es, demokratische Werte zu
stärken. Außerdem soll der Sender ein realistisches Bild Deutschlands
vermitteln und den internationalen Dialog fördern. Das Programm richtet sich in mehr als 30 Sprachen an
ein weltweites Publikum.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

AfghanistanAfrikaBerlinBildBUNDChinaChristophDeutschlandDiDWEuroFachkräfteFernsehenFilmGewerkschaftKritikKündigungenRusslandSprachenVerdiWELTWettbewerbsfähigkeit