FDP-Vize fordert bauliche Trennung von Auto- und Radverkehr

FDP-Vize Johannes Vogel hat sich dafür ausgesprochen, in Städten Auto- und Radverkehr klar zu trennen, damit mehr Menschen auf ihr Auto verzichten. Städte wie Kopenhagen machten vor, wie das Fahrrad als Verkehrsmittel für Individualverkehr für viele Menschen attraktiv werde, schreibt Vogel im „Tagesspiegel“. Notwendig sei eine „bauliche Trennung“. „Viel zu lange wurden Fahrradwege an die Straße gepresst oder gleich über Bürgersteige geführt“, bemängelte der FDP-Politiker. Eine Folge davon seien Unfälle. „Stattdessen brauchen wir echte, eigene Fahrradwege durch die Stadt, damit Menschen sicher fahren können.“

Vogel hob hervor, für „weniger Autos in den großen Städten müssen wir die Alternativen attraktiver machen“. Je besser das S- und U-Bahnnetz, die (Car-)Sharing-Angebote oder Fahrradwege seien, desto häufiger werde das Auto stehengelassen. Dann werde „der Verzicht auf ein eigenes Auto samt Gedanken an Parkplätze, Fixkosten, Wartung und Co. als urbaner Freiheitsgewinn empfunden“. Vogel fährt seit drei Jahren ein Elektroauto, wie er unter anderem auf Twitter publik gemacht hatte. „Ich persönlich glaube: Die Zukunft des Pkw ist batterieelektrisch“, schreibt er im „Tagesspiegel“.

Der FDP-Politiker forderte mehr Verständnis in der Bevölkerung für die individuelle Lebenssituation der Menschen. Bewohner ländlicher Regionen könnten nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Andersherum müsse „verstanden werden, dass eine bessere Rad-Infrastruktur und ein ÖPNV bis drei Uhr in der Nacht kein Luxus, sondern urbane Lebensrealität“ ist, erklärte er.

Johannes Vogel (FDP) : Bild: dpa

Vogel geht damit weit über das Wahlprogramm der FDP hinaus. Darin hieß es lediglich, das Fahrrad sei ein „umweltfreundlicher Verkehrsträger für die individuelle Fortbewegung“. Ziel müssten „mehr sichere Radwege und Radfahrstreifen“ sein.

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