Extremismus: Tote in Nigeria nachdem Angriffen mutmaßlicher Islamisten

Bei mehreren mutmaßlich islamistischen Angriffen im nigerianischen Bundesstaat Borno sind laut Polizeiangaben fünf Menschen getötet worden. Ein Angriff traf das Polizeihauptquartier der Stadt Nganzai, dort wurden vier Beamte getötet. Die Sicherheitskräfte schafften es, die mutmaßlichen Terroristen zurückzudrängen und verhinderten somit eine Übernahme der Stadt. Nach Polizeiangaben sind die Angreifer den Terrororganisationen Boko Haram oder dem sogenannten Islamischen Staat in Westafrika zuzurechnen.

Bei einem weiteren Angriff auf ein Vertriebenenlager in Damasak wurde ein Mitglied örtlicher Sicherheitskräfte getötet. Dort wurden nach Polizeiangaben zudem rund 20 Häuser niedergebrannt.

Die Angriffe der konkurrierenden Terrororganisationen treffen den Nordosten Nigerias schon lange. Seit 2009 wurden in diesem Zusammenhang nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 40.000 Menschen getötet und rund zwei Millionen vertrieben.

Im Februar kündigten die USA an, Nigeria mit etwa 100 Soldaten im Kampf gegen militante Islamisten und andere bewaffnete Gruppen zu unterstützen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump der nigerianischen Regierung vorgeworfen, Christen im Land nicht ausreichend vor militanten Islamisten zu schützen. Den Vorwurf wies die nigerianische Regierung zurück. Laut Analysten sind ein Großteil der Gewaltopfer Muslime im Norden des Landes, wo sich die Gewalt konzentriert.

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