Explosionen in Caracas: Venezuela ruft nationalen Notstand aus

Nach Berichten über mehrere Explosionen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas hat Präsident Nicolás Maduro laut einer Regierungserklärung den nationalen ​Notstand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet. Maduro warf den USA demnach einen „schweren militärischen Angriff“ vor. Wie US-Präsident Donald Trump später auf seiner Online-Plattform schrieb, wurde der venezolanische Staatschef im Zuge der Angriffe gefangen genommen und in die Vereinigten Staaten ausgeflogen.

In der Erklärung der Regierung in Caracas hieß es, Venezuela klage „vor der internationalen Gemeinschaft die sehr schwere militärische Aggression der gegenwärtigen Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gegen das venezolanische Territorium und die venezolanische Bevölkerung“ an. „Das ganze Land muss sich mobilisieren, um diese imperialistische Aggression zu besiegen“, heißt es weiter. Sie wirft den USA vor, Öl und Bodenschätze an sich bringen zu wollen, „um die politische Unabhängigkeit des Landes gewaltsam zu brechen“.

Kolumbiens Präsident ruft Vereinte Nationen an

Auch der kolumbianische Präsident Gustavo Petro äußerte sich zu den
Geschehnissen im Nachbarland. „Ich alarmiere die ganze Welt, dass
Venezuela angegriffen wurde“, heißt es in einer Erklärung. Petro
beantragte eine sofortige Krisensitzung der Organisation Amerikanischer
Staaten (OAS) sowie der Vereinten Nationen, um die Rechtmäßigkeit des Angriffs zu
prüfen.

Venezuelas Regierung spricht von mehreren Angriffen

Ersten Berichten zufolge wurde die Hauptstadt Caracas angegriffen. Die venezolanische Regierung gibt an, es habe auch Angriffe auf die Stadt La Guaira sowie ​die Bundesstaaten Miranda und Aragua gegeben. Genauere Informationen zu den Angriffen und Anschuldigungen gibt es nicht. US-Präsident Trump bestätigte die Angriffe.

Trump drohte zuletzt mit Angriffen auf Venezuela

Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher
Drogenschmuggler
im Ostpazifik und in der Karibik an. Dabei wurden mit
den neuen Angriffen bislang mehr als 100 Menschen getötet. Die USA
werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten
aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu
gefährden. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche
Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.

Zuletzt hatte Trump davon gesprochen, dass auch US-Angriffe auf das venezolanische Festland denkbar seien. Zudem hatte er gesagt, die Tage von Venezuelas linksnationalistischem Staatschef Maduro seien „gezählt“.

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