Während seiner ersten Amtszeit prangerte US-Präsident Trump die Russland-Ermittlungen des damaligen FBI-Direktors Mueller als „Hexenjagd“ an. Nun ist Mueller laut Medienberichten gestorben – im Alter von 81 Jahren.
Der Leiter der Sonderermittlungen in der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump, Robert Mueller, ist Medienberichten zufolge tot. Der frühere langjährige FBI-Direktor sei im Alter von 81 Jahren gestorben, berichteten der US-Sender MS Now und die New York Times unter Berufung auf seine Familie.
Vergangenes Jahr war bekannt geworden, dass Mueller an Parkinson erkrankt war. Die langsam fortschreitende Erkrankung lässt Zellen im Gehirn sterben, die den Botenstoff Dopamin produzieren, mit dessen Hilfe der Körper Bewegungen steuert.
Trump äußert Freude über Muellers tot
Mueller leitete die Bundespolizei FBI zwölf Jahre lang und untersuchte später die mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016, von der US-Präsident Donald Trump profitiert haben soll. Dieser war damals zum ersten Mal zum Staatsoberhaupt gewählt worden.
Trump reagierte mit Genugtuung auf das Ableben Muellers. „Gut, ich bin froh, dass er tot ist“, schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social. „Er kann unschuldigen Menschen keinen Schaden mehr zufügen.“
Mueller hatte keine Belege dafür gefunden, dass es vor der Wahl Geheimabsprachen zwischen dem Trump-Wahlkampfteam und Vertretern Russlands gegeben habe. Er betonte vor dem US-Kongress aber ausdrücklich, dass Trump durch den Bericht nicht entlastet sei. Dennoch wertete dieser den Bericht damals als Entlastung – die Ermittlungen hatte er immer wieder als „Hexenjagd“ bezeichnet.
Ex-Präsident Obama würdigt Muellers Arbeit
Ex-Präsident Barack Obama würdigte Mueller in einem Post auf der Plattform X als „einen der herausragendsten Direktoren in der Geschichte des FBI“. Er habe die Behörde nach den Attacken des 11. September 2001 reformiert und unzählige Leben gerettet.
Es seien aber sein „unermüdliches Engagement für die Rechtsstaatlichkeit und sein unerschütterlicher Glaube an unsere Grundwerte“ gewesen, die ihn zu einem der angesehensten Staatsdiener gemacht hätten, so Obama.
Source: tagesschau.de