Diese
Rede wird nicht nur in Frankreich mit Spannung erwartet. Auf dem
Atom-U-Boot-Stützpunkt Île Longue in der Bretagne will Staatspräsident Emmanuel
Macron am kommenden Montag eine Grundsatzerklärung zur künftigen Nuklearstrategie
seines Landes abgeben.
Macrons
Rede dürfte auch ein Sicherheitsangebot an die Nachbarstaaten enthalten, vor
allem an Deutschland. Das Angebot könnte lauten, Frankreich spannt seinen
atomaren Schirm künftig nicht nur über das eigene Land, sondern – gemeinsam mit
Großbritannien – über ganz Europa.
Schon
vor sechs Jahren hat Macron gesagt: „Die Existenz und die Freiheit unserer
Nachbarn gelten mehr und mehr als ein vitales Interesse Frankreichs.“ Es war
eine Einladung zum Dialog über eine gemeinsame nukleare Abschreckung. Aber
weder Angela Merkel noch Olaf Scholz griffen sie auf. Friedrich
Merz hingegen sagt, eine solche Offerte des französischen Staatspräsidenten
könne man „nicht einfach ungeprüft liegen lassen“. Mit Donald Trump hätten sich die Zeiten
geändert. Und deshalb scheint Merz nun eine weitreichende, nicht risikolose
Wende in der deutschen Sicherheitspolitik vorzubereiten.