Europäer potenzieren wegen Lage in Iran ihre Sicherheitsvorkehrungen

Stand: 20.02.2026 • 18:13 Uhr

Seit Wochen wird über einen US-Angriff gegen Iran spekuliert, jetzt reduzieren immer mehr europäische Staaten ihr militärisches Personal in der Region. Und das Auswärtige Amt mahnt: Deutsche Staatsbürger sollten Iran verlassen.

Angesichts eines befürchteten Angriffs der USA auf Iran setzen europäische Staaten Sicherheitsvorkehrungen für ihr militärisches Personal im Nahen Osten in Gang. Nach Deutschland verlegte auch Norwegen einige seiner rund 60 Soldaten in der Region zurück in die Heimat. Dies sei der Sicherheitslage geschuldet, teilte ein Sprecher der norwegischen Streitkräfte mit.

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin erläuterte, dass die Bundeswehr ihr Personal in Erbil im Irak weiter reduziert habe. Der Einsatzauftrag sei in den vergangenen Wochen in Absprache mit den Partnern schon kontinuierlich heruntergefahren worden. Es halte sich aktuell nur noch das „absolut notwendige Personal“ vor Ort auf, der Rest sei über Jordanien nach Deutschland gebracht worden.

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen

Das Auswärtige Amt forderte deutsche Staatsbürger „ausdrücklich“ zur Ausreise aus Iran auf. Es bestünden nach wie vor kommerzielle Flüge aus dem Land heraus, auch die Ausreise auf dem Landweg sei möglich, teilte ein Sprecher mit.

Laut Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts befindet sich derzeit noch eine mittlere dreistellige Zahl Deutscher in Iran. Die deutsche Botschaft in Teheran sei nicht vollumfänglich besetzt und könne daher nur begrenzte konsularische Hilfe bieten. Das Auswärtige Amt beobachte die Lage vor Ort „sehr genau“.

Source: tagesschau.de