EU-Kommission: Mercosur-Handelsabkommen tritt am 1. Mai vorläufig in Kraft

Das Handelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten tritt ab dem 1. Mai vorläufig in Kraft. Zahlreiche Zölle zwischen der EU und Brasilien, Argentinien sowie Uruguay sollen dann wegfallen, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte.

Kurz zuvor hatte das Parlament in Paraguay als letztem Mitgliedstaat des Abkommens dem Vertrag einstimmig zugestimmt. Die formale Ratifizierung im Europaparlament steht noch aus, da eine knappe Mehrheit dafür votiert hatte, es vom EuGH überprüfen zu lassen. Daher tritt das Abkommen zunächst vorläufig in Kraft.

Das Abkommen der 27 EU-Mitglieder mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay soll mit insgesamt mehr als 700 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Freihandelszone der Welt schaffen. Es war mehr als 25 Jahre lang verhandelt worden.

Es sieht unter anderem vor, Zölle auf den Großteil der gehandelten Waren zwischen den Staaten abzuschaffen. Das könnte Exporte erleichtern und Produkte günstiger machen. In Europa fürchten einige, dass die Landwirtschaft unter billigeren Importen leiden könnte. Außerdem warnen Kritiker vor möglichen Risiken für Umwelt- und Sozialstandards.

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