Ergebnis welcher Ungarnwahl: „Für Ungarn beginnt eine neue Zeitrechnung“

Nach 16 Jahren an der Macht hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán die Parlamentswahl gegen Péter Magyar
verloren. Orbán gratulierte seinem Herausforderer noch am Sonntagabend zum Wahlsieg. Nach Auszählung von mehr als 98 Prozent der Stimmen liegt die oppositionelle Tisza-Partei von Magyar deutlich vor Orbáns Fidesz-Partei. Wie die Wahlbehörde des Landes in der Nacht mitteilte, kam Tisza auf 138 von 199 Parlamentssitzen und hat damit die Zweidrittelmehrheit erreicht, die für weitreichende Reformen nötig ist. Die Wahlbeteiligung erreichte mit rund 80 Prozent ein historisches Hoch. Unter Viktor Orbán hat sich das EU-Mitglied Ungarn durch seine Nähe zu Russland und demokratische Defizite zum politischen Außenseiter entwickelt. Wegen Korruption sowie dem systematischen Umbau von Justiz und Medien blockiert die EU derzeit Fördergelder in Höhe von 18 Milliarden Euro. Magyar verspricht einen proeuropäischen Kurs und ein Ende der Korruption. Europakorrespondent Ulrich Ladurner analysiert im Podcast, was die Wahl für Ungarn und die Zukunft Europas bedeutet.

Um die von Verteidigungsminister Boris Pistorius geforderte Kriegstüchtigkeit
in Deutschland zu erreichen, reicht militärische Stärke allein nicht
aus. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten zeigen, wie wichtig
ein funktionierender Zivilschutz
ist. Dazu zählen Warnsysteme, Notunterkünfte und Schutzräume sowie eine
grundlegende Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser.
Verantwortlich dafür ist in Deutschland das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe,
getragen wird der Zivilschutz vor allem vom Technischen Hilfswerk, den
Feuerwehren und fünf gesetzlich anerkannten Hilfsorganisationen. Wie
kriegstüchtig ist der Bevölkerungsschutz in Deutschland – und wo sind
die größten Defizite? Das beantwortet Hauke Friederichs, der sicherheitspolitische Korrespondent der ZEIT.

Und sonst so? Urin für den Umweltschutz

Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser

Mitarbeit: Christina Felschen und Maximilian Renzikowski

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