Epstein-Files: „Das Ausmaß des Grauens ist noch viel größer, als wir schon wussten“

Vor einer Woche hat das US-Justizministerium rund drei Millionen weitere Seiten an Dokumenten im Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht. Die Akten, darunter Tausende Videos und Bilder, werfen erneut ein Schlaglicht auf das Netzwerk des 2019 verstorbenen Sexualstraftäters, das tief in die Kreise von Stars, internationalen Politikern und Superreichen hineinreichte. Erzwungen wurde die Veröffentlichung durch den Epstein Files Transparency Act. Das Gesetz wurde im November 2025 vom US-Kongress mit 427 zu einer Stimme verabschiedet, nachdem sich US-Präsident Donald Trump monatelang gegen die Freigabe gesperrt hatte. Das Justizministerium erklärt durch den stellvertretenden Generalstaatsanwalt Todd Blanche die Aufarbeitung nun offiziell für beendet. Es werde keine neuen Anklagen und keine weiteren Veröffentlichungen geben. Fast drei Millionen weitere Seiten hält die Behörde allerdings noch immer zurück. Als Begründung werden mögliche Darstellungen von Kindesmissbrauch und Opferschutz genannt. Was sind die zentralen neuen Erkenntnisse aus dem nun veröffentlichten Material? Und wie blicken die Opfer des Systems Epstein auf diese Veröffentlichung? Das erklärt Rieke Havertz, internationale Korrespondentin der ZEIT und USA-Expertin.

Mit einer feierlichen Zeremonie im Mailänder San-Siro-Stadion sind die Olympischen Winterspiele am gestrigen Freitag offiziell eröffnet worden. Bis zum 22. Februar kämpfen Athletinnen und Athleten in den italienischen Alpen in 16 Sportarten um Medaillen. Dem Anspruch, die „nachhaltigsten Spiele aller Zeiten“ auszurichten, stehen jedoch umfangreiche Baumaßnahmen gegenüber. So verzeichnet die offizielle Liste der Olympiagesellschaft insgesamt 98 Projekte in den Austragungsorten. Auch abseits der Pisten sorgte das Event im Vorfeld für politische Unruhe. Berichte, wonach Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE begleitend zu den Spielen anreisen, lösten Kritik aus. Italiens Innenminister Matteo Piantedosi versicherte jedoch, die ICE-Kräfte würden „ausschließlich innerhalb ihrer diplomatischen Vertretungen“ und nicht im öffentlichen Raum agieren. Wie viel Politik steckt in diesen Spielen, und wie ist die Stimmung dort? Diese und weitere Fragen beantwortet Christof Siemes. Er berichtet als einer von mehreren Kollegen für die ZEIT über Olympia aus Italien.

Und sonst so? Die Nase putzen für den guten Zweck

 

Moderation und Produktion: Moses Fendel

Redaktion: Constanze Kainz

Mitarbeit: Mathias Peer und Maximilian Renzikowski

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