Die Marktmacht der in Deutschland führenden Stromerzeuger RWE, Leag und EnBW hat deutlich zugenommen. Das berichtet das Bundeskartellamt. Eine kurzfristige Entspannung der Marktmachtverhältnisse sei nicht absehbar. Betreiber von Kraftwerken könnten bereits bei niedrigen Marktanteilen die Marktpreise erheblich beeinflussen.
Für den Bericht untersuchte das Amt, wie häufig ein Stromerzeuger unverzichtbar für die Deckung der Stromnachfrage ist. Wenn der Anteil der unverzichtbaren Stunden eine Schwelle von fünf Prozent der Jahresstunden überschreite, spreche das für eine marktführende Stellung des Unternehmens. Der Bericht zeigte: RWE liegt deutlich über der Schwelle, Leag ebenfalls. EnBW liegt dem Bericht zufolge nur wenig unterhalb der Schwelle.
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