Tottenham ist in der Premier League akut abstiegsgefährdet. Nach nur sechs Wochen muss deshalb Trainer Igor Tudor gehen. Er hatte gerade einen privaten Verlust zu verkraften.
Premier-League-Klub Tottenham Hotspur zieht alle Register. Der vermeintliche Top-Verein aus Nordlondon ist akut abstiegsgefährdet, steht nur einen Punkt vor den Abstiegsrängen. Nun hat Tottenham den glücklosen Trainer Igor Tudor entlassen.
„Wir können bestätigen, dass man sich einvernehmlich darauf geeinigt hat, dass Cheftrainer Igor Tudor den Verein mit sofortiger Wirkung verlässt“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung des Vereins. Auch Torwarttrainer Tomislav Rogic und Fitnesstrainer Riccardo Ragnacci müssen gehen.
Tudor war erst seit sechs Wochen im Amt, schaffte die Trendwende in dieser Saison aber nicht. In fünf Ligaspielen holte der Kroate nur einen Punkt, hat zudem das Aus im Achtelfinale der Champions League gegen Atlético Madrid zu verantworten. Zusätzliche Schlagzeilen machte Tudor dabei, als er im Hinspiel seinen Torwart Antonin Kinsky nach nur 17 Minuten auswechselte, nachdem dieser vor zwei Gegentoren gepatzt hatte.
Tottenham ist seit 13 Ligaspielen sieglos – die längste Serie seit der Saison 1934/35 (damals waren es 16 Spiele in Serie). 30 Punkte nach 31 Spieltagen bedeuten die schlechteste Ausbeute seit der Saison 1914/15. Damals stieg Tottenham am Ende ab. Nun droht der erste Abstieg aus Englands höchster Spielklasse seit 1977.
Der vierte Trainer in dieser Saison
Zusätzlich zu seiner Entlassung hat Tudor den Tod seines Vaters zu verarbeiten. Über den Schicksalsschlag wurde der 47-Jährige unmittelbar nach dem desaströsen 0:3 im Abstiegsduell gegen Nottingham Forest am vergangenen Sonntag informiert. Sein Co-Trainer Bruno Salter übernahm im Anschluss die obligatorische Pressekonferenz. In der Stellungnahme äußerte sich Tottenham nun auch zum Tod von Tudors Vater und sprach „ihm und seiner Familie in dieser schweren Zeit unsere Unterstützung aus“.
Der Nordlondoner Klub sucht nach Ange Postecoglou, Thomas Frank und Tudor den vierten Trainer in dieser Saison. Als mögliche Lösung gilt Ex-Bundesliga-Trainer Adi Hütter (Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt). Der Österreicher arbeitete zuletzt beim AS Monaco. Dort wurde Hütter im Oktober 2025 nach etwas mehr als zwei Jahren im Amt entlassen.
Als langfristige Lösung wird auch Roberto De Zerbi gehandelt. Der Italiener ist momentan ebenfalls vereinslos, würde aber wohl erst im Sommer und auch nur im Falle des Klassenerhalts übernehmen. Dieser scheint aktuell alles andere als gesetzt.
luwi
Source: welt.de