Dürr und Büttner „ohne Plan“: Liberale-Jugend fordert neue Parteispitze

Dürr und Büttner „ohne Plan“FDP-Jugend fordert neue Parteispitze

15.03.2026, 07:15 Uhr

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Büttner und Dürr sind erst seit einem knappen Jahr an der Spitze der FDP. (Foto: IMAGO/Steinsiek.ch)

FDP-Chef Dürr will für die Neuausrichtung seiner Partei Zeit wie für einen Marathon. Die Jungen Liberalen wünschen sich, dass er überhaupt losläuft. Im Mai soll nach Vorstellung der Parteijugend eine neue Führung gewählt werden.

Die Jungen Liberalen wollen auf dem Bundesparteitag im Mai einen Wechsel an der Parteispitze durchsetzen. „Wir beharren darauf, dass eine Neuwahl des Präsidiums auf die Tagesordnung des Parteitags kommt“, sagte der Bundesvorsitzende der FDP-Nachwuchsorganisation, Finn Flebbe, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Und dafür werden wir eine Mehrheit finden“, zeigte er sich überzeugt. Seine Organisation werde das Thema in den Gremiensitzungen nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz erneut aufrufen.

Der Rückzug von FDP-Chef Christian Dürr und Generalsekretärin Nicole Büttner sei nötig, weil diese den weiteren Abstieg der Partei offenkundig nicht aufhalten könnten. „Die FDP stagniert unter der Wahrnehmungsschwelle“, sagte Flebbe. Christian Dürr und Nicole Büttner hätten „mehrfach bewiesen, dass sie keinen Plan haben, wie das zu ändern ist. Deshalb sollten sie Platz machen für andere“. Er sehe eine „breite Unterstützung in der Partei für einen Wechsel an der Spitze“. Erste Landesverbände wie Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Berlin hätten sich bereits entsprechend positioniert.

Im aktuellen Sonntagstrend liegt die FDP bei drei Prozent. Bei der Landtagswahl in ihrem Stammland Baden-Württemberg am vergangenen Sonntag hatte die Partei den Wiedereinzug in den Landtag verpasst. Bei den Wahlen in Rheinland-Pfalz in der kommenden Woche droht der FDP laut Umfragen ebenfalls eine Niederlage. In der von Ministerpräsident Alexander Schweitzer geführten rot-grün-gelben Ampelkoalition sind die Liberalen derzeit neben SPD und Grünen die dritte Regierungspartei.

Flebbe kritisierte, Dürr habe keine Strategie für die Neuaufstellung der Partei nach der verlorenen Bundestagswahl. Zudem sei er als Beteiligter an der gescheiterten Ampelkoalition ohnehin nicht der Richtige für einen glaubwürdigen Neuanfang. Dürrs Hinweis, für die Neuaufstellung der Partei nach der verlorenen Bundestagswahl brauche es Zeit wie für einen Marathon, ließ Flebbe nicht gelten. Man könne „einen Marathon nur beenden, wenn man überhaupt mal losläuft“, sagte er. „Und man kommt nur ins Ziel, wenn man in die richtige Richtung startet. Beides ist nicht zu erkennen.“

Quelle: ntv.de, mpa/AFP

Source: n-tv.de