Die Präsidentschaftswahl in Dschibut hat der langjährige Amtsinhaber Ismaïl Omar Guelleh für sich
entschieden. Der 78-Jährige habe 97,81 Prozent der Stimmen erhalten,
teilte die Wahlbehörde des Landes mit. Damit wird Guelleh seine sechste
Amtszeit antreten. Bereits bei der vergangenen, von der Opposition boykottierten
Präsidentschaftswahl 2021 hatte er mehr als 97 Prozent der
Stimmen erhalten. Menschenrechtsorganisationen werfen der Führung in Dschibuti regelmäßig vor, die Opposition zu unterdrücken.
Bei der Wahl am Freitag hatten die Wählerinnen und Wähler kaum Auswahl. Neben
Guelleh, der seit mehr als zwei Jahrzehnten an der Macht ist, gab es nur
einen weiteren Kandidaten: Mohamed Farah Samatar. Er ist ein ehemaliges
Mitglied der Regierungspartei. Nach Angaben von Beobachtern wurde in der Zeit vor den Wahlen kaum Wahlkampf geführt. Beobachter der Afrikanischen Union und der
Regionalorganisation Igad verfolgten die Abstimmungen, die nach offiziellen Angaben friedlich verlaufen waren.
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