Drohnensichtungen: Bundeswehr unterstützt Absicherung des EU-Gipfels in Dänemark

Die Bundeswehr sichert mit Kräften zur Drohnenabwehr einen EU-Gipfel am 1. und 2. Oktober 2025 in Kopenhagen ab. Verteidigungsminister Boris Pistorius und Generalinspekteur Carsten Breuer hätten einem entsprechenden Hilfsgesuch Dänemarks zugestimmt, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. 

Vorauskräfte sollen demnach in Kürze in Dänemark eintreffen, um den Einsatz gemeinsam mit der dänischen Seite abzustimmen. Die Hauptkräfte würden dann kurz darauf folgen.

In Kopenhagen treffen sich am 1. und 2. Oktober die EU-Staats- und Regierungschefs zu einer informellen Tagung. Thema ist unter anderem der Schutz von kritischen Infrastrukturen sowie die Stärkung der gemeinsamen europäischen Verteidigungsbereitschaft. 

Mehrere Flugplätze nach Drohnensichtung temporär geschlossen

Dänemark habe verschiedene Nationen um Unterstützung bei der 
Absicherung des Gipfels gebeten, teilte das Verteidigungsministerium weiter mit. Hintergrund seien die Vorfälle mit „nicht identifizierten unbemannten Luftfahrzeugen, insbesondere im Umfeld ziviler und militärischer Infrastruktur in Dänemark“. 

In Dänemark herrscht seit Tagen Drohnenalarm. Zunächst waren am Montag mehrere größere Drohnen beim Hauptstadtflughafen Kopenhagen gesichtet worden, zwei Abende später tauchten erneut Drohnen über verschiedenen Flughäfen im Westen Dänemarks auf. Dem Sender DR zufolge teilten die dänischen Streitkräfte mit, dass in der Nacht zum Samstag zudem Drohnen unbekannter Herkunft nahe Militäranlagen gesichtet worden seien.

Als Reaktion auf die Drohnensichtungen kündigte die Nato eine Verstärkung ihrer
Präsenz in der Ostsee
an. Geplant ist laut dem Bundesverteidigungsministerium der Einsatz der Fregatte Hamburg als Teil der Mission „Baltic Sentry“. Damit leiste die Bundeswehr einen sichtbaren Beitrag zur Sicherheit eines bedeutenden europäischen Gipfeltreffens, hieß es.

Die dänischen Behörden haben bislang keine Informationen veröffentlicht,
die Aufschluss darüber geben, wer genau für die Drohnenflüge
verantwortlich sein könnte. Die Regierung spricht von einem „hybriden
Angriff“. Die Ermittler gehen von einem professionellen Akteur mit den
nötigen Fähigkeiten aus, der damit Unruhe in dem Nato-Land stiften will.
Russland hatte in einer Mitteilung seiner Botschaft in Dänemark am
Donnerstag Vermutungen zurückgewiesen, für die Vorfälle verantwortlich
zu sein.

AuslandBehördenBorisBoris PistoriusBundesverteidigungsministeriumBundeswehrCarstenDänemarkDeutschlandDrDrohnenEUFlughäfenGeneralinspekteurHamburgHintergrundInfrastrukturKopenhagenKurzNATOOstseePistoriusRegierungRusslandSicherheitVerteidigungsministerVerteidigungsministeriumWill