Drohneneinschlag auf StützpunktTürkei erwägt Entsendung von Kampfjets nach Nordzypern
07.03.2026, 16:04 Uhr
Zum Wochenbeginn schlägt auf Zypern eine iranische Drohne ein. Mehrere Länder senden Unterstützung zum angegriffenen Militärstützpunkt im Süden der Mittelmeerinsel. Die Türkei könnte jetzt nachziehen, hat aber wohl nur eigene Interessen im Sinn.
Nach dem Einschlag einer Drohne iranischer Bauart auf Zypern erwägt die Türkei die Entsendung von F-16-Kampfjets in die Türkische Republik Nordzypern. „Angesichts der jüngsten Entwicklungen“ würden Pläne ausgearbeitet, um „die Sicherheit“ der – nur von Ankara anerkannten – Republik im Norden Zyperns zu garantieren, verlautete aus dem türkischen Verteidigungsministerium.
In der Nacht zum Montag war der britische Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern von einer Drohne des Typs Shahed getroffen worden. Das Fluggerät schlug auf der Landebahn des Stützpunkts im Süden Zyperns unweit der bei Touristen beliebten Großstadt Limassol ein. Opfer gab es laut Angaben der britischen und zyprischen Behörden nicht.
Nach dem Vorfall sagten mehrere europäische Länder Zypern ihre Unterstützung zu und entsandten Luftabwehrsysteme sowie andere militärische Ausrüstung. Kurz vor dem Drohneneinschlag hatte die britische Regierung der US-Regierung erlaubt, britische Militärstützpunkte im Iran-Krieg zu nutzen.
Israel hatte am Samstag vor einer Woche gemeinsam mit den USA massive Luftangriffe auf den Iran begonnen und dabei das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Seitdem reißen die gegenseitigen Angriffe nicht ab.
Source: n-tv.de