Drohnen schlugen in Riad ein: Bericht: Angriff aufwärts US-Botschaft verursachte mehr Schäden wie mitgeteilt

Drohnen schlugen in Riad einBericht: Angriff auf US-Botschaft verursachte mehr Schäden als mitgeteilt

04.04.2026, 08:30 Uhr

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Ein Blick auf das Gelände der US-Botschaft in Riad. (Foto: AFP)

Wenige Tage nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran trifft eine iranische Drohne die US-Botschaft in Saudi-Arabien. Nach offiziellen Angaben entsteht dabei nur ein kleiner Brand. Das entspricht offenbar nicht der Wahrheit – und wirft Fragen über andere Angriffe auf.

Ein iranischer Drohnenangriff auf die US-Botschaft in Saudi-Arabien in den ersten Tagen des Krieges hat offenbar deutlich mehr Schäden angerichtet als zunächst von der US-Regierung kommuniziert. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, durchbrach eine Drohne am 3. März nachts die Flugabwehr, die das Diplomatenviertel in der saudischen Hauptstadt Riad schützen soll, und schlug in das Botschaftsgelände ein. Eine Minute später sei eine zweite Drohne in das durch die erste Drohne erstandene Loch geflogen und ebenfalls explodiert.

Die Zeitung beruft sich auf Angaben von ehemaligen und aktuellen Beamten der US-Regierung. Demnach drangen die Drohnen bei dem nächtlichen Angriff in einen gesicherten Bereich der Botschaft ein, in dem tagsüber Hunderte Menschen arbeiten. Dabei seien drei Stockwerke schwer beschädigt worden. Dem Bericht zufolge wurde dabei auch der Posten des US-Geheimdienstes CIA getroffen.

Während das saudische Verteidigungsministerium Anfang März erklärte, der Angriff habe nur einen begrenzten Brand ausgelöst, soll der Brand tatsächlich ein größeres Ausmaß gehabt und einen halben Tag lang gewütet haben. Teile der Botschaft seien auf absehbare Zeit nicht wiederherstellbar, berichtet die Zeitung unter Berufung auf eine anonyme Quelle.

Der Angriff auf die Botschaft erfolgte um 1.30 Uhr nachts. Bei einer Attacke während der Arbeitszeit hätte es zu vielen Todesfällen kommen können, hieß es. Stattdessen habe der Angriff die Botschaft gesendet, dass der Iran US-Amerikaner an Orten treffen kann, die sie für geschützt hielten.

Die Iraner seien in der Lage gewesen, eine „eigenständig hergestellte Waffe über Hunderte von Kilometern abzufeuern und damit die Botschaft ihres größten Gegners zu treffen, was bedeutet, dass sie alles in der Stadt hätten treffen können, was sie wollten“, sagte Bernard Hudson, ehemaliger CIA-Chef für Terrorismusbekämpfung, der Zeitung. „Es gibt einen völligen Informationsblackout [von der US-Regierung] über das tatsächliche Ausmaß der Schäden an diesen Orten“, ergänzte er im Hinblick auf die iranischen Angriffe auf US-Botschaften und Militärstützpunkte in den Golfstaaten. Das nähre die Vermutung, dass „tatsächlich viel mehr Schaden entstanden sein könnte“.

Quelle: ntv.de, dsc

Source: n-tv.de