Nach einer technischen Panne hat es US-Präsident Donald Trump doch noch auf den Wirtschaftsgipfel in Davos geschafft. Seine Rede wurde von Verbündeten und Unternehmen mit Bangen erwartet, denn nach Widerstand gegen Trumps jüngste Versuche, die nordatlantische Insel Grönland in Besitz zu nehmen, hatte er Zölle von zusätzlich zehn Prozent gegen Gegner seines Plans angedroht. In Davos hat Trump dann einerseits Entwarnung gegeben: „Ich will keine Gewalt anwenden. Ich werde keine Gewalt anwenden.“ Andererseits hat er ausdrücklich seinen Anspruch auf Grönland unterstrichen. Nur die USA könnten „dieses riesige, gewaltige Land, dieses riesige Stück Eis schützen“. Wie ist Trumps Rede in Davos einzuschätzen? Und hat er seine Drohungen gegen die Unterstützer Grönlands wiederholt? Diese und weitere Fragen beantwortet Uwe Jean Heuser, Weltwirtschaftskorrespondent der ZEIT.
Das Europäische Parlament hat den Start des Freihandelsabkommens Mercosur verzögert. Die Abgeordneten sprachen sich mit einer Mehrheit für eine Prüfung der Rechtmäßigkeit des Abkommens durch den Gerichtshof der Europäischen Union aus. Das Abkommen über niedrigere Handelsbarrieren zwischen der EU und verschiedenen südamerikanischen Ländern wird bereits seit 25 Jahren verhandelt, nun kommen voraussichtlich weitere Monate hinzu. Das Abstimmungsergebnis zeigt außerdem, dass eine schlussendliche Ratifizierung des Handelsabkommens durch das Parlament nicht unbedingt gesichert ist. Das Abkommen könnte am Ende also komplett scheitern. Wie fatal die Verzögerung ist und was das Abkommen der EU überhaupt bringt, weiß Ulrich Ladurner, Korrespondent der ZEIT in Brüssel.
Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der sogenannten Separatistengebiete Donezk und Luhansk festnehmen lassen. Sie sollen seit 2016 hohe Posten in einem Verein gehabt haben, der den Transport von Drohnen in die Region organisiert haben soll. Die „Volksrepubliken Donezk und Luhansk“ wurden 2016 mit Waffengewalt aus der Ostukraine gelöst, inzwischen hat Russland sich die Provinzen einverleibt.
In Berlin hat die Bundesanwaltschaft zudem eine mutmaßliche Spionin Russlands festnehmen lassen. Die Deutsch-Ukrainerin soll unter anderem Informationen mit Bezug zum Krieg in der Ukraine für einen russischen Geheimdienst beschafft haben. Sie soll sich für die Beschaffung der Informationen unter anderem an Mitarbeiter des Geschäftsbereichs des Bundesverteidigungsministeriums gewandt haben, die sie persönlich kannte.
Und sonst so? Macrons Sonnenbrille in Davos wird zum Hype.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Benjamin Probst
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