Divya Bajpai: „Die Armen tauchen in den Debatten kaum mehr auf“

Wir leben in Zeiten, die Kopfzerbrechen bereiten. Deshalb fragen wir in dieser Serie Stimmen des öffentlichen Lebens, was sie gegenwärtig bedenkenswert finden. Heute antwortet die Entwicklungshelferin Divya Bajpai.

ZEIT ONLINE: Divya Bajpai, worüber denken Sie gerade nach?

Divya Bajpai: Mich beunruhigen die neuen Paradoxien im weltweiten Kampf gegen die Armut. Angesichts der globalen Krisen müssten wir doch international viel stärker kooperieren, aber stattdessen instrumentalisieren immer mehr Länder Entwicklungspolitik für ihre nationalen Interessen und außenpolitischen Ziele. Ebenso paradox ist, dass der Bedarf an humanitärer Hilfe und entwicklungspolitischen Investitionen steigt, während die dafür ausgegebenen Summen laufend gekürzt werden.

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