Als Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter in den Wahlkampf zog, flog auf, dass er ohne Genehmigung des Stadtrats für einen Beiratsposten beim FC Bayern kassierte. Und gleich den nächsten, noch lukrativeren Nebenjob wollte. Am 8. März watschten die Wähler den SPD-Mann, seit über einem Jahrzehnt im Amt, mit 35,6 Prozent ab, weit weg von der absoluten Mehrheit. Reiter hat sich öffentlich entschuldigt. Nun sitzt er in der Münchner SPD-Zentrale und spricht über seine Fehler und den Umgang damit. Kann es gelingen, dass ein Politiker weniger als eine Woche vor dem Wahltag das eigene Versagen aufarbeitet? Am Sonntag entscheidet die Stichwahl zwischen ihm und dem Grünen Dominik Krause.