„Die Höhle der Löwen“: Kondom-Schutzhülle erntet vernichtende Kritik


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Zum Start der neuen Staffel „Die Höhle der Löwen“ begeistert eine Silikonfuge. Eine Kondom-Schutzhülle fällt durch und erntet nur Kritik.

Die erste Folge der neuen Stafffel von „Die Höhle der Löwen“ (montags, 20:15 Uhr, VOX oder vorab streambar auf RTL+) startet überraschend in Peru. Dort hat Justinian Gomez Moreno (34) aus Hamburg seine Wurzeln. Bei einer seiner zahlreichen Reisen in die peruanischen Anden stieß er vor zwei Jahren auf das lokale Wurzelgemüse Yucon. Die Inkawurzel weckte seinen Unternehmergeist. Mit lokalen Bergbauern begann Justinian Gomez Moreno, Yucon anzubauen und in Peru zu einem Sirup zu verarbeiten. Diesen will er nun als gesundes Süßungsmittel in Deutschland vertreiben.

Zu „DHDL“ hat er auch Mama Rosa mitgebracht, die den Investoren einen Brotaufstrich und weitere Snacks mit dem zuckerarmen Süßungsmittel serviert, das auch das Immunsystem stärke und mit seinen probiotischen Inhaltsstoffen die Verdauung anrege.

Gesundes Süßungsmittel aus Peru begeistert

Beauty-Expertin Judith Williams (54) ist begeistert. „Fantastisch“, ruft sie aus und nimmt einen weiteren Bissen. Justinian Gomez Moreno will 60.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteile. Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl (71) mag zwar den Brotaufstrich, vom Sirup ist sie aber nicht begeistert: „Das schmeckt mir überhaupt nicht!“, und ist damit raus. Auch Green-Tech-Investorin Janna Ensthaler (42) kann der zuckerarme Sirup nicht überzeugen. Genauso wenig wie Tech-Investor Frank Thelen (50) und Unternehmer Carsten Maschmeyer (66) – sie sorgen sich um den hohen Preis von 11,99 Euro pro Glas.

Judith Williams nascht sich derweil begeistert durch alle Snacks und schließt sich mit Handelsprofi Ralf Dümmel (59) für ein Angebot zusammen: Gemeinsam wollen sie die 60.000 Euro investieren, jedoch 40 statt nur 20 Prozent Firmenanteile haben. Das ist dem Jungunternehmer von Andenkraft zu viel. Sein Gegenangebot: Er will 80.000 Euro für 35 Prozent Firmenanteile. Die drei haben einen Deal.

Parfüm-Armband ist nicht durchdacht

Dann kämpfen im Battle zwei Start-ups gegeneinander und müssen die Löwen binnen 60 Sekunden von sich und ihrem Produkt überzeugen. Fußballfan Heinz von Gersum (55) hat mit seinem Bierbommel – eine Bier-Tragehilfe fürs Fußballstadion – keine Chance gegen die bayerische Powerfrau Lisa Hennrich (35), die mit einem duftenden Armband die Schmuck- und die Parfümindustrie revolutionieren will.

Als die ehemalige Ringerin ihr Duftarmand dann weiterpitcht, wird jedoch klar: Das Produkt hat noch viel Luft nach oben. Beauty-Investorin Judith Williams kritisiert beim Ausprobieren, dass sie vom Parfum nichts riecht. Ralf Dümmel kritisiert den hohen Verkaufspreis von 185 Euro bei knapp 16 Euro Produktionskosten. Janna Ensthaler macht sich Sorgen, dass es nicht genügend Kundschaft – Allergiker, die kein Parfüm auf der Haut vertragen – gibt. Kein Löwe will investieren.

Christopher will KI neu erfinden

Der nächste Pitch kommt vom 18-jährigen Christopher, Gründer der Plattform admark.ai. Mitgebracht hat er seinen Bruder Davis (23), der bereits vor fünf Jahren bei „Die Höhle der Löwen“ dabei war und Carsten Maschmeyer davon überzeugte, in seine digitale Visitenkarte zu investieren. Nun hofft auch Christopher auf Maschmeyers Investition. Er behauptet, er habe aus seinem Kinderzimmer eine eigene KI geschrieben, die Unternehmen helfen soll, ihr Social-Media-Marketing einfacher und erfolgreicher zu gestalten. Er will 200.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteile.

Tech-Investor Frank Thelen ist skeptisch. „Das ist nicht neu“, bemerkt er und gibt zu bedenken, dass große KI-Anbieter wie ChatGPT oder Google Gemini genau das schon können, was Christopher entwickelte. Außerdem glaubt er dem 18-Jährigen nicht, dass er tatsächlich eine eigene KI entwickelt hat. „Technologisch ist es schwach. Du baust ein Tool, aber das ist keine KI-Entwicklung“. Thelen ist, genauso wie vier weitere Löwen, raus. Es bleibt Carsten Maschmeyer. „Was willst du von mir?“, fragt er. „Ich brauche einen Türöffner“, erwidert der junge IT-Freak. Maschmeyer hat Erbarmen Er will dem Nachwuchstalent trotz mangelhaftem Pitch eine Chance geben und ihm sein Netzwerk zur Verfügung stellen. „Ich gebe dir das Geld. Für 25,1 Prozent Firmenanteile“.

Löwen lieben neue Silikonfugen

Heiko (59), Sandra (47) und Sohn Tom-Lewis Geffers (21) pitchen als Familie. Sie führen einen Heizungs- und Sanitärbetrieb mit fünfzig Mitarbeitenden. Für eine neue Erfindung haben sie den Familienbetrieb jedoch vor kurzem verkauft. „Was uns als gestandene Handwerker nervt, ist das Ziehen von Silikonfugen“, so Heiko Geffers. Darum entwickelten sie eine flexible Fertigfuge, die wie ein Gummiband um die Armatur gespannt wird. Sofort sind alle Löwen hellbegeistert. „Das ist eine Cashcow“, bemerkt Judith Williams. Und Ralf Dümmels sagt: „Ich will das unbedingt machen“.

Am Ende hat die Familie Geffers die Qual der Wahl: Alle Löwen reißen sich darum, in die neuartige Silikonfuge zu investieren. Gefragt sind 100.000 Euro für 10 Prozent Firmenanteile. Nach kurzer Besprechung und einem Telefonanruf entschieden sich die Geffers für ihren Favoriten Dümmel. Der verfällt in johlenden Freudentaumel, während sich bei den anderen Investoren lange Gesichter breitmachen.

Kondomschutzhülle: „Das ist ein Witz!“

Der letzte Pitch gehört Patrick Beyer (23), der eine Schutzhülle für Kondome entwickelte. Ihm sei einmal ein Kondom geplatzt. Seine Hülle im Kreditkartenformat soll das einzelne Kondom sicher im Portemonnaie aufbewahren. Dafür will er 80.000 Euro für 20 Prozent Unternehmensanteile.

Doch seine Idee stößt nicht auf Anklang: Dümmel: „Ich kann doch das Kondom einfach so im Kreditkartenfach aufbewahren“. Auch die anderen Löwen sind skeptisch: „Das Kondom passt ja gar nicht richtig rein“, bemerkt Thelen. „Und schlecht verarbeitet ist es auch“.

Judith Williams kennt keine Gnade: „Das ist ein Witz!“, ruft sie aus und findet: „“Das ist das uninvestierbarste Start-up, das ich je hier gesehen habe!“ Maschmeyer urteilt: „Das wird scheitern“ und Thelen sagt unverblümt: „Das Produkt ist Scheiße“. Die Kondomschutzhülle hat bei keinem der Investoren auch nur die geringste Chance.

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Source: stern.de