„Die große Welle kommt künftig“, sagt Trump zum Iran und lobt die Golfstaaten

Donald Trump droht dem Iran in einem Interview mit einer „großen Welle“ an Angriffen. Er geht von vier bis fünf Wochen Krieg aus. Überrascht habe ihn die Haltung der Golfstaaten im Iran-Krieg. „Jetzt wollen sie kämpfen“, sagt er.

US-Präsident Donald Trump hat eine weitere Verstärkung der israelisch-amerikanischen Attacken auf den Iran angekündigt. „Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen“, sagte der dem Sender CNN in einem Telefoninterview. „Die große Welle kommt bald.“

Er gehe von etwa vier bis fünf Wochen Krieg aus, fügte Trump hinzu. „Wir liegen etwas vor dem Zeitplan“, sagte er. Notfalls könne es aber auch länger dauern. Trump bekräftigte, die Operation werde mit „unerbittlicher Entschlossenheit“ fortgesetzt. Der Iran wäre nach seinen Worten schon bald in der Lage gewesen, mit seinen Raketen auch US-Territorium zu treffen.

Trump schloss in einem Interview mit der „New York Post“ den Einsatz von Bodentruppen nicht aus, fügte aber hinzu: „Wahrscheinlich brauchen wir sie nicht.“

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Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus nannte Trump zudem vier Kriegsziele. „Erstens zerstören wir die iranischen Raketenfähigkeiten. Zweitens vernichten wir ihre Marine. Drittens stellen wir sicher, dass der weltweit größte Terror-Sponsor niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen kann.“ Schließlich sorgten die USA dafür, dass „das iranische Regime nicht länger terroristische Armeen außerhalb seines Staatsgebiets bewaffnen, finanzieren und lenken kann“.

Trump überrascht von iranischen Angriffen auf Golfstaaten

Die größte Überraschung sei laut Trump gewesen, dass der Iran zur Vergeltung arabische Länder in der Region angegriffen habe: Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate, zählte er gegenüber CNN auf. Die Iraner hätten auch ein Hotel und einen Apartmentkomplex beschossen. Das habe die Golfstaaten verärgert.

„Wir waren überrascht“, sagte Trump. „Wir haben ihnen gesagt: ‚Wir kümmern uns darum‘, und jetzt wollen sie kämpfen. Und sie kämpfen aggressiv. Sie wollten sich nur sehr wenig einmischen, und jetzt bestehen sie darauf, sich einzumischen“, sagte Trump. Die Staatschefs der Golfstaaten lobte er als „hart“ und „klug“.

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Trump wies darauf hin, dass das iranische Atomprogramm seit einiger Zeit ein Problem für die Region gewesen sei. „Man muss verstehen, dass sie jahrelang unter dieser dunklen Wolke gelebt haben. Deshalb konnte es nie Frieden geben“, sagte er.

Den Iranern warf er vor, bei den Verhandlungen über das Atomprogramm immer wieder Rückzieher gemacht zu haben. „Mit solchen Leuten kann man keine Geschäfte machen“, sagte er. Das frühere Atomabkommen mit dem Iran von 2015 bezeichnete Trump als „schreckliches, gefährliches Dokument“. Trump hatte die Vereinbarung 2018 verlassen, der Iran sie 2025 aufgekündigt.

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Der US-Präsident betonte, dass bei dem Luftschlag am Wochenende 49 ranghohe Führungskräfte des Irans getötet worden seien, darunter auch Ajatollah Ali Chamenei. „Es war ein unglaublicher Schlag“, sagte Trump dem Sender.

Die Frage nach der möglichen künftigen Führung im Iran kommentierte Trump nur vage. „Wir wissen nicht, wer die Führung ist. Wir wissen nicht, wen sie auswählen werden. Vielleicht haben sie Glück und bekommen jemanden, der weiß, was er tut.“

sebe mit dpa/AFP

Source: welt.de

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