Laura Valentin bietet in die Höhle der Löwen mit After Inject eine „natürliche Botox-Alternative“ an. Für 200.000 Euro will sie zehn Prozent. Am Ende macht Judith Williams das Rennen.
Ewige Jugend ohne Nadel – das verspricht Laura Valentin (29) mit ihrem Startup After Inject. Ihr Angebot formuliert sie direkt als Erstes: „Für 200.000 gebe ich euch heute ewige Jugend, ganz ohne Spritze und für 10 Prozent an meinem Startup.“
Valentin hat früher als Kriminalpolizistin gearbeitet und verkauft heute Kosmetik. Ihr Kernprodukt ist ein Natural Botulin Serum, das wie eine natürliche Botox-Alternative wirken soll.
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Mit After Inject hat Valentin rund um ihren Wirkstoffkomplex eine komplette Hautpflegepalette aufgebaut. Neben dem Serum gehören unter anderem Gesichtsöl, Liftingcreme und Reinigungscreme dazu. Im vergangenen Jahr habe Valentin rund zwei Millionen Euro Umsatz profitabel erzielt. Verkauft wird das Produkt laut der Gründerin vor allem online über den eigenen Shop und Plattformen wie Amazon. Frank Thelen sagt nur: „Wow.“
Zwei Millionen Umsatz, ohne Influencer
Besonders überrascht die Löwen, wie dieser Umsatz zustande kommt. Auf Nachfrage erklärt Valentin: „Über Meta, also über Facebook und Instagram-Marketing.“ Influencer-Marketing sei erst für die Zukunft geplant.
Dagmar Wöhrl hakt nach: „Ich bin jetzt richtig geflasht. Es kommt ganz selten hier jemand rein und sagt: ‚Ich habe schon zwei Millionen Euro Umsatz.‘ Was willst du eigentlich von uns?“ Valentin antwortet: „Deswegen stehe ich heute auch hier, weil es so viele Marketingkanäle gibt, die wir noch nicht mal ausgeschöpft haben.“ Sie wolle mehr Wachstum, mehr Kanäle und mehr Reichweite – etwa über Teleshopping.
Kritik am Produkt-Know-how
Trotz starker Zahlen gibt es Zweifel unter den Löwen. Thelen sagt: „Du machst einen sehr kompetenten Eindruck im Marketing. Aber ich mache mir Sorgen um deine Kompetenz im Produkt.“ Valentin erklärt, sich Wissen selbst angeeignet zu haben über Youtube, Bücher und Coachings. Außerdem arbeite sie eng mit Herstellern sowie Agenturen und Freelancern zusammen. Mitarbeiter habe sie keine. Ihre Retention-Rate liegt laut eigener Aussage bei 25 Prozent. Carsten Maschmeyer bleibt skeptisch: „Ich dachte zuerst: Know-how und dann: No wow. Weil ich schwarz sehe, bin ich raus.“
Drei Löwen wollen einsteigen
Investorin Wöhrl steigt ebenfalls aus. „Ich muss auf meinen Bauch hören“, sagt sie. Bei den anderen Löwen wird es jedoch ernst. Thelen bietet zunächst 200.000 Euro für 25 Prozent, geht jedoch später auf 20 Prozent runter, als auch Ralf Dümmel und Judith Williams jeweils 200.000 Euro für 20 Prozent bieten. Dümmel sagt: „Ich würde das so gerne mit dir machen. Ich will es unbedingt haben.“
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Entscheidung mit Bauchgefühl
Valentin holt sich kurz Rat bei ihrem Vater und entscheidet sich dann für Williams. „Ich hatte schon von Beginn an eine Tendenz und folge da meinem Bauchgefühl“, sagt sie. Williams ist begeistert über den Deal: „Ich freue mich. Wir setzen uns sofort zusammen.“ Damit bekommt After Inject die 200.000 Euro, allerdings für 20 Prozent der Firmenanteile. Auf Nachfrage von Gründerszene teilte ein Sprecher von Williams jedoch mit, dass der Deal nach der Sendung nicht zustande gekommen ist.
Source: businessinsider.de