Angesichts der hohen Spritpreise hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Unternehmen zu Flexibilität bei Homeoffice-Regelungen aufgerufen. „Jeder gesparte Tropfen Sprit hilft: Auch die Arbeitgeber müssen ihren Teil dazu beitragen“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Sie sollten Beschäftigten die Wahl geben, ob sie im Büro oder im Homeoffice arbeiten. Das kann Pendelstrecken einsparen und die Geldbeutel schonen“, sagte er.
Allerdings wandte Körzell ein, nicht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer könnten von zu Hause arbeiten. „Wenn die Krise anhält, muss über weitere Entlastungen für Beschäftigte gesprochen werden“, sagte der Gewerkschafter.
Der DGB begrüßte die Preisanpassungsregel, die am Mittwoch in Kraft trat. Sie schaffe mehr Planungssicherheit für Pendlerinnen und Pendler, sagte DGB-Vorstandsmitglied Körzell weiter. Klar sei aber auch: „Wenn der Irankrieg andauert, bleiben die Preise hoch“. In diesem Fall müsse die Bundesregierung jetzt weitere Maßnahmen vorbereiten. Ein Mobilitätsgeld oder eine Energiepreispauschale könnten laut Körzell
mögliche Lösungen sein. „Eine Übergewinnsteuer muss verhindern, dass
Konzerne in der Krise Kasse machen“, fügte er hinzu.