Deutschland und Italien: Rom sehen und weiterarbeiten

Bundeskanzler Friedrich Merz und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni möchten die Zusammenarbeit ihrer beiden Länder unter anderem in Fragen der Wirtschaft, Verteidigung und Migration vertiefen. Das haben die beiden am Freitag bei einer Pressekonferenz in Rom bekannt gegeben. Merz war im Anschluss an den EU-Gipfel in Brüssel mit zehn Bundesministern zu den deutsch-italienischen Regierungsberatungen nach Rom geflogen. Bereits die Ampelregierung hatte im November 2023 einen Aktionsplan für eine vertiefte Zusammenarbeit mit Italien beschlossen. Seit Oktober 2022 ist die postfaschistische Meloni Regierungsoberhaupt einer Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien. Der politische Korrespondent der ZEIT, Fabian Reinbold, hat Kanzler Merz nach Rom begleitet und ordnet im Podcast dessen persönliches Verhältnis zu Meloni ein.

Am Freitag ist das Weltwirtschaftsforum in Davos zu Ende gegangen. Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump seinen umstrittenen sogenannten Friedensrat gegründet, von dem Kritiker annehmen, dass er mit diesem Institutionen der Vereinten Nationen zu ersetzen plant. Der kanadische Premierminister Mark Carney hatte sich zuvor in einer Rede dafür ausgesprochen, dass die internationalen Mittelmächte, zu denen unter anderem Kanada und europäische Staaten wie Deutschland gehören, künftig stärker zusammenarbeiten sollten, indem sie Interessens- und Wertegemeinschaften bildeten. Daraufhin zog Trump seine Einladung an Carney, dem Friedensrat beizutreten, zurück. Der Chefredakteur der ZEIT, Jochen Wegner, hat das Treiben in Davos beobachtet und nennt es „das seltsamste Weltwirtschaftsforum, das es je gab“. Zur Dominanz der USA und der Rolle von Techunternehmen sowie der Bedeutung des Forums für die Menschen in Europa spricht er im Podcast.

Außerdem im Update: Der französische Premierminister Sébastien Lecornu hat am Freitag zwei Misstrauensvoten im Parlament überstanden. Was das für Frankreich bedeutet, erklärt ZEIT-Autorin Annika Joeres.

In Dresden hat am Freitag der Prozess wegen Terrorverdachts gegen die sogenannten sächsischen Separatisten begonnen. Acht junge Männer aus der rechtsextremen Szene sind angeklagt. Sie sollen geplant haben, im Krisenfall mit Waffengewalt Gebiete in Sachsen zu erobern, um dort einen eigenständigen, an der NS-Ideologie ausgerichteten Staat zu errichten. Tilmann Steffen, Politikredakteur der ZEIT, hat den Prozessauftakt im Dresdner Oberlandesgericht begleitet.

Und sonst so? 40-Jähriger in der dritten Runde der Australian Open

 

Moderation und Produktion: Moses Fendel

Redaktion: Hannah Grünewald

Mitarbeit: Mira Schrems

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