Deutscher Aktienindex vor weiterer Erholung


marktbericht

Stand: 18.03.2026 • 08:14 Uhr

Der Energiemarkt entspannt sich etwas, und mit ihm der Aktienmarkt. Dem DAX winken zu Handelsbeginn leichte Aufschläge. Alle Augen richten sich nun auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed.

Die Ölpreise sind über Nacht wieder etwas zurückgegangen. Die Nordseesorte Brent wird am frühen Morgen nur noch bei knapp über 100 Dollar pro Barrel gehandelt.

Entsprechend deuten die ersten Indikationen darauf hin, dass der DAX zu Handelsbeginn leicht im Plus startet. Schon am Montag und Dienstag konnte sich der Leitindex etwas erholen.

An der Wall Street hatte der Dow Jones nur ein bescheidenes Plus von 0,1 Prozent über den Tag gerettet. Die Technologiewerte des Nasdaq 100 legten dagegen ein halbes Prozent zu.

Die Kurserholung in Japan fiel deutlicher aus. Der Nikkei-Index gewann angesichts der rückläufigen Ölpreise 2,4 Prozent.

Dabei bleibt die Unsicherheit hoch – noch immer ist das iranische Mullah-Regime in der Lage, Raketen nach Israel zu feuern und die Straße von Hormus zu kontrollieren.

Das US-Militär meldete, es habe mehrere bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Meerenge zu bekämpfen.

Alle Blicke richten sich nun auf die Notenbanken. Heute Abend entscheidet die amerikanische Zentralbank Federal Reserve (Fed) über ihren Leitzins, am Donnerstag folgt die EZB. Wegen der Gefahren aus dem Iran-Krieg für die Inflation und die Konjunktur stehen die Notenbanken vor einem besonderen Dilemma: Sinkende Zinsen stützen zwar die Konjunktur, würden aber die Inflation weiter anheizen.

„Die Fed will sicherlich abwarten, wie lange sich der Iran-Krieg und die Verwerfungen an den Energiemärkten hinziehen“, kommentierte Commerzbank-Analyst Christoph Balz. „Sollte sich die Lage bald beruhigen und die längerfristigen Inflationserwartungen stabil bleiben, dürfte sie den Preisschock als Einmaleffekt ansehen, der die Inflation nur vorübergehend erhöht.“

Umso gespannter warten die Marktteilnehmer auf die Pressekonferenz von US-Notenbankchef Jerome Powell und den aktualisierten Zinsausblick der Währungshüter. Dabei wird sich zeigen, ob sie wie bereits im Dezember für 2026 einen Zinsschritt nach unten avisieren oder diese Option unter dem Eindruck des Ölpreisschocks vorerst vom Tisch nehmen.

Der Autozulieferer Aumovio hat trotz eines geringeren Umsatzes das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr sprunghaft gesteigert. Das von Continental 2025 abgespaltene Unternehmen erzielte dank Kostensenkungen einen bereinigten Vorsteuergewinn von 717 Millionen Euro, ein Plus von 45,5 Prozent. Der Umsatz sei in einem schwierigen Marktumfeld hingegen um fünf Prozent gesunken auf 18,5 Milliarden Euro, teilte der MDAX-Konzern mit. Die Marge verbesserte sich auf 3,9 Prozent von 2,5 Prozent im Vorjahr.

TAG Immobilien hat im vergangenen Jahr weiter von der hohen Nachfrage nach Wohnraum profitiert. Das Unternehmen übertraf dabei seine im November erhöhten Gewinnziele. So stieg das operative Ergebnis (FFO I) um drei Prozent auf 181 Millionen Euro, wie der im MDAX notierte Immobilienkonzern mitteilte. Dies war auch mehr als von Analysten zuvor im Schnitt erwartet. Die im November abgegebenen Prognosen für 2026 bestätigte TAG Immobilien. Das Unternehmen geht von weiter steigenden Ergebnissen sowie Dividenden aus.

Source: tagesschau.de