Deutsche Bahn: Bahnopfer, hört die Signale

Dass Dinge nur so mittelschlimm sind, merkt man daran, dass man
sich richtig darüber aufregt (langsame Autofahrer vor einem, nervige Kollegen
im Nachbarbüro, Fahrrad kaputt). Wirklich schlimm ist eine
Lage immer dann, wenn man sich kaum noch darüber
empören kann: Dann hat man sich so sehr an
den Mist gewöhnt, dass die Ambition verloren ist,
etwas Besseres zu erwarten. Systeme, die dieses Stadium erreicht haben, sind
dem Untergang geweiht. 

So ist das mit dem System Bahn. Und so ist das mit den Emotionen in uns, ihren Kundinnen und Kunden. Oder muss man sagen: ihren Opfern? Es ist nicht lange her, da hat man
sich darüber aufgeregt, dass der DB-Konzern Pünktlichkeit als „Verspätung
unter fünf Minuten“ definierte, das fand man lustig als Deutscher. Heute,
wenige Jahre später, sind wir froh, wenn überhaupt irgendwo
irgendein ICE mit nur einer halben Stunde Verspätung und funktionierendem Klo
losgefahren ist. 

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