Netanjahu will keinen Zeitplan für Ende des Irankriegs nennen
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat gesagt, er wolle keinen Zeitplan für den restlichen Verlauf des Kriegs gegen den Iran aufstellen. US-Präsident Donald Trump
hatte nach dem Beginn des Kriegs am 28. Februar mitgeteilt, dieser werde
vier bis sechs Wochen dauern. US-Außenminister Marco Rubio sagte am
Montag, der Krieg werde sich noch über Wochen hinziehen, nicht aber über
Monate. Die USA und Israel haben nach Auffassung von Netanjahu mehr als die Hälfte der Ziele erreicht. „Wir haben definitiv die Hälfte
hinter uns“, sagte Netanjahu in einem Interview mit dem konservativen
US-Sender Newsmax. Der Krieg sei mehr als zur Hälfte erledigt „im
Hinblick auf die Missionen, nicht unbedingt im Hinblick auf die Zeit“.
Lesen Sie hier mehr zu den Aussagen von Benjamin Netanjahu.
Trump erwägt offenbar Kostenabwälzung auf arabische Länder
US-Präsident Donald Trump erwägt nach Angaben des US-Präsidialamts, die arabischen Länder aufzufordern, die Kosten für den Krieg gegen den Iran zu übernehmen.
„Ich denke, es ist etwas, woran der Präsident durchaus interessiert
wäre, sie dazu aufzufordern“, sagte Trumps Sprecherin, Karoline Leavitt.
„Es ist eine Idee, von der ich weiß, dass er sie hat, und etwas,
worüber Sie meiner Meinung nach noch mehr von ihm hören werden.“
Lesen Sie hier mehr zu Trumps Überlegungen.
Angriffe auf Golfstaaten, Israel und Iran
Der Iran hat in der Nacht wieder Ziele am Golf angegriffen, in Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und Dubai. Auf einem kuwaitischen Öltanker ist nach dem Beschuss ein Brand ausgebrochen, das Unternehmen warnt vor Ölverschmutzung. Außerdem feuerte der Iran Raketen auf Israel ab. Der Iran wurde nach iranischen Angaben ebenfalls angegriffen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, einige Bewohner im Osten Teherans seien ohne Strom. Außerdem ist im Libanon ein Soldat von einem israelischen Soldaten getötet worden.
Tausende US-Fallschirmjäger im Nahen Osten angekommen
Im Nahen Osten sind nach Angaben von Vertretern der US-Regierung Tausende Soldaten der 82. US-Luftlandedivision eingetroffen. Bereits am Wochenende waren 2.500 Marineinfanteristen in die Region verlegt worden. Der genaue Einsatzort der Soldaten, zu denen auch eine Kampfbrigade sowie Logistik- und Kommandoeinheiten gehören, wurde zunächst nicht genannt.
Iranischer Parlamentsausschuss billigt Maut für Straße von Hormus
Der Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments hat den Gesetzentwurf für ein Mautsystem in der Straße von Hormus gebilligt. Der Entwurf sieht laut dem Ausschussmitglied Modschtaba Sarei außerdem vor, dass Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen den Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen. Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen.
Nato darf laut Marco Rubio „keine Einbahnstraße sein“
US-Außenminister Marco Rubio kritisierte Spanien und andere Nato-Partner für mangelnde Unterstützung im
Krieg gegen den Iran – und hat eine spätere Neubewertung der
Allianz durch die USA nahegelegt. Die USA müssten in einer Zeit, in der
man die Verbündeten brauche, feststellen, dass das Nato-Mitglied Spanien, zu
dessen Verteidigung man sich verpflichtet habe, den Vereinigten Staaten
die Nutzung seines Luftraums verweigere und damit prahle, sagte Rubio
dem Sender Al-Dschasira laut einer Mitschrift seines Ministeriums. Er
bemängelte zudem, dass die USA in Spanien und andernorts auf Widerstand
bei der Nutzung von Stützpunkten gestoßen seien.