„Der Hamas-Terrorist tat mit ihr, welches immer er wollte“

Mit belegter Stimme versucht das Ehepaar Siegel vor dem UN-Ausschuss für Folter die Gräueltaten der Hamas in Worte zu fassen. Sie berichten von Schlägen, Hunger und sexuellem Missbrauch.

Das Ehepaar Aviva und Keith Siegel sind am 7. Oktober 2023 von der Hamas verschleppt und gefangen gehalten worden. Vor dem UN-Ausschuss gegen Folter in Genf haben sie am Mittwoch über die grausamen Erfahrungen und Beobachtungen in der Gefangenschaft gesprochen. Sie berichteten, wie Geiseln zu sexuellen Handlungen genötigt wurden.

In den 51 Tagen, die Aviva Siegel versuchte, als Geisel der Hamas zu überleben, ist sie Zeugin von sexuellem Missbrauch geworden. Eine junge Geisel habe ihr erzählt, dass „der Hamas-Terrorist sie am ganzen Körper berührte und tat, was er immer wollte“. „Eines der Mädchen wurde ins Badezimmer gebracht. Als sie wiederkam, zitterte sie. Er sagte ihr: Wenn du jemals darüber sprichst, werde ich dich töten.“ Das geht aus Videoausschnitten hervor, die auf dem Account der israelischen Regierung auf Instagram veröffentlicht wurden.

Weiter schilderte Siegel, wie eine Geisel sich ausziehen und mit einem Terroristen unter die Dusche gehen musste. „Er zwang sie zu Oralsex.“

Sie berichtete auch, dass sie zu wenig Essen und Wasser bekamen. Während die Geisel immer dünner wurden, hätten die Terroristen zugenommen. „Sie aßen vor uns und kauten den ganzen Tag.“ Sie sei ausgehungert gewesen und haben zehn Kilo abgenommen.

Aviva Siegel kam Ende November 2023 im Rahmen eines Abkommens frei, ihr Mann im Februar 2025. Vor dem UN-Ausschuss berichtete Keith Siegel neben fehlender Nahrung auch von grausamer Folter, bei der er und andere regelmäßig geschlagen und mit Messern bedroht worden seien.

„Mir wurden alle grundlegenden Menschenrechte genommen“, sagte er. „Ich wurde ausgehungert, mir wurde Wasser verweigert. Mehr als einmal zwangen mich Terroristen, mich vor ihnen auszuziehen und rasierten mir den Körper.“ Das Sprechen fiel ihm sichtlich schwer. Er berichtete, dass eine weibliche Geisel auf dem Boden gelegen habe. „Arme und Beine waren zusammengebunden, der Mund zugeklebt. Zwei Männer haben sie mit einer Stange geschlagen.“

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Die Erinnerungen suchten Keith Siegel immer noch heim, sagte er und weiter: „Rückblickend würde ich sagen, dass die Terroristen die Kontrolle über mich hatten. Ich machte, was sie sagten.“

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Im Oktober 2023 hatten palästinensische Terroristen der Hamas und anderer Gruppen 251 Menschen als Geiseln festgenommen. Nach ihrer Freilassung berichteten die Betroffene von Hunger, Folter und schweren Misshandlungen.

jm

Source: welt.de

7. Oktober 2023)Gaza-StreifenGeiseln (ks)HamasIsraelIsrael (Hamas-Angriff auf IsraelNewsteam