„Der fantastische Bus“: Geiler Trip

Fährt ein fetter Verbrenner mit Doppelmotor durchs Land, voll besetzt mit Flüchtlingstieren aus einem Ghetto, das gerade abgerissen wird, darunter ein sterbenskrankes Tierkind namens Timo, darunter auch ein Kater namens Stir, dessen Fell grün leuchtet, weil er in radioaktiven Schleim gefallen ist, die haben nämlich alle auch irgendwie einen Atomkrieg hinter sich. Doch, doch, man kann schon sagen, dass das neue sogenannte Kinderbuch von Jakob Martin Strid eine Zumutung ist. Selbst wenn man berücksichtigt, dass der 52 Jahre alte Däne schon immer der Punk unter den Kinderbuchzeichnern war. Es ist, dies sei hier mit atomgrünem Leuchtstift festgehalten, die coolste Zumutung, die man Kindern so ungefähr von fünf bis fünfundfünfzig gerade bieten kann. Oder, wie ein fünf Jahre alter Punk nach dem Testvorlesen ruft: „Voll geil!“ (Huch.)

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