Der aus Puerto Rico stammende Rapper Bad Bunny ist für sein Album Debí tirar más fotos mit dem Grammy
für das Album des Jahres ausgezeichnet worden. Mit der Verleihung des
Preises am Sonntagabend (Ortszeit) wurde erstmals ein spanischsprachiges
Album in der Kategorie ausgezeichnet. Bad Bunny konnte sich dabei gegen
den US-Rapper Kendrick Lamar und die US-Sängerin Lady Gaga durchsetzen.
Debí tirar más fotos zelebriert die traditionellen Rhythmen Puerto
Ricos und thematisiert die Kolonisierung der
Karibikinsel, die seit 1898 unter US-Hoheit steht.
Der wichtigste Musikpreis der Welt ging unter anderem in der Kategorie
Beste Dance-Pop-Aufnahme an Lady Gaga für ihren Elektropop-Hit Abracadabra. Lamar gewann mit seinem Album GNX den Preis für das
beste Rap-Album. Der US-Rapper wurde zudem für die „Aufnahme des Jahres“ ausgezeichnet. Er gewann den
Musikpreis gemeinsam mit Sängerin SZA für Luther.
Für seinen Song EoO erhielt Bad Bunny
außerdem den Preis für die beste Darbietung globaler Musik. Der Preis
für die beste Neue Künstlerin ging an die britische Sängerin Olivia
Dean.
Sängerin Billie Eilish wurde für den „Song des Jahres“ ausgezeichnet. Sie erhielt den
Musikpreis für Wildflower. In ihrer Dankesrede sprach sich Eilish
gegen die Abschiebepolitik der US-Regierung aus. „Niemand ist illegal
auf gestohlenem Land“, sagte sie. „Fuck ICE“ – dies sei alles, was sie zu sagen habe.
Der Dalai Lama gewann einen Grammy für seine Erzählstimme. Er setzte
sich mit dem Hörbuch Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama durch. Der Dalai Lama
selbst war nicht anwesend, um die Auszeichnung in Los Angeles
entgegenzunehmen.