Ohne Zuwanderung aus
Drittstaaten würde es längst kein Wachstum mehr am Arbeitsmarkt geben, sagt Daniel
Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA). Von 2023 bis Ende 2024 war
er für die Ampelregierung auch Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die
Integration von Geflüchteten in Arbeit.
DIE ZEIT: Herr
Terzenbach, kaum eine Woche vergeht, in der nicht Unternehmen Stellenabbau
verkünden. Wie blicken Sie auf das Krisenjahr 2025 am Arbeitsmarkt?
Terzenbach: Es sind schon mehr dunkle Wolken am Himmel als heller Sonnenschein. Wir sehen einen Stellenrückgang in der Industrie. Im verarbeitenden Gewerbe gehen jeden Monat mehr als 10.000 Jobs verloren. Positiv ist trotzdem, dass die Zahl sozialversicherungspflichtiger Jobs in diesem Jahr sogar leicht gestiegen ist. Dieses Wachstum kommt allerdings ausschließlich aus Teilzeit, Vollzeitbeschäftigung geht zurück.