Cyberangriff hinter den Kulissen: Bericht: Chinesische Hacker dringen in FBI-Netzwerk ein

Cyberangriff hinter den KulissenBericht: Chinesische Hacker dringen in FBI-Netzwerk ein

07.03.2026, 08:11 Uhr

Artikel anhören(02:09 min)

Welchen Schaden die Hacker angerichtet haben, ist noch unklar. (Foto: dpa)

In einem System, in dem das FBI inländische Überwachungsanordnungen speichert, gibt es Auffälligkeiten. Offenbar handelt es sich um einen Cyberangriff. Und die Spuren führen einem Medienbericht zufolge nach China.

US-Ermittler machen mit der chinesischen Regierung verbundene Hacker für einen Cyberangriff auf ein internes Computernetzwerk des FBI verantwortlich. In dem System seien Informationen zu einigen inländischen Überwachungsanordnungen gespeichert, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ausmaß und Schwere des Angriffs seien nicht bekannt, die Untersuchung befinde sich in einem frühen Stadium.

Laut einer von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Benachrichtigung des FBI an den Kongress aus dieser Woche hatte die US-Bundespolizei am 17. Februar mit der Untersuchung des Cyberangriffs begonnen. Die Hacker hätten demnach auf ein nicht klassifiziertes System abgezielt, das Informationen über die Kommunikation von Personen enthält, gegen die das FBI ermittelt.

Das FBI, das die Techniken der Hacker als „ausgefeilt“ bezeichnete, lehnte eine Stellungnahme ab. Es hieß lediglich, die Behebung der Schäden und forensische Untersuchungen dauerten an. Politico berichtete, dass das Weiße Haus, die National Security Agency (NSA), die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency des Heimatschutzministeriums (CISA) und das FBI bei den Ermittlungen zusammenarbeiten. Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte gegenüber Reuters, dass man „regelmäßig Treffen einberuft, um jede Cyberbedrohung für die USA zu erörtern“, aber keine Details zu einzelnen Vorfällen oder Treffen preisgeben werde. Eine Reaktion der chinesischen Botschaft in Washington lag zunächst nicht vor.

Quelle: ntv.de, sba/rts

Source: n-tv.de