Im April 2027 wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt. Ein Jahr vor der Wahl geht die Zustimmung für die CDU laut einer Infratest-Umfrage deutlich zurück. Zweitstärkste Partei wären die Grünen. Am stärksten legt die AfD zu.
Die Christdemokraten verlieren laut einer Umfrage im nördlichsten Bundesland an Zustimmung. Laut dem aktuellen Schleswig-Holstein-Trend von Infratest Dimap erreicht die CDU dort nur noch 33 Prozent – fünf Punkte weniger als in der letzten Umfrage des Instituts im April 2023.
Bei der Landtagswahl 2022 hatte die Partei von Ministerpräsident Daniel Günther mit 43,4 Prozent die absolute Mehrheit nur um ein Mandat verpasst. Die Umfrage ist nach Angaben des Instituts repräsentativ.
Zweitstärkste Partei wären laut Befragung die Grünen, die sich im Vergleich zur letzten Infratest-Befragung um zwei Punkte auf 19 Prozent verbessern würden. Die derzeit nicht im Landtag vertretende AfD käme den aktuellen Zahlen nach auf 15 Prozent der Stimmen. Damit verzeichnet die Partei ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zur Umfrage 2023.
Die SPD könnte 12 Prozent der Wähler überzeugen (minus drei), die Linke sechs Prozent und der Südschleswigsche Wählerverband fünf Prozent. Die FDP erreicht vier Prozent (minus vier).
Die Umfragewerte im Überblick:
- CDU: 33 Prozent (-5)
- Grüne: 19 Prozent (+2)
- AfD: 15 Prozent (+7)
- SPD: 12 Prozent (-3)
- Die Linke: 6 Prozent
- Südschleswigsche Wählerverband: 5 Prozent (-2)
- FDP: 4 Prozent (-4)
- Sonstige: 6 Prozent (-1)
Am 18. April 2027 wählen die Norddeutschen den Landtag neu. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
Befragt wurden 1155 Wahlberechtigte in Schleswig-Holstein. Dabei wurden den Angaben nach 678 Telefoninterviews und 477 Online-Interviews zwischen dem 8. und 13. April 2026 durchgeführt. Dabei gibt es bei der Umfrage eine Schwankungsbreite von zwei Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 10 Prozent und drei Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 50 Prozent.
dpa/saha
Source: welt.de