Am 28. Februar begannen die USA und Israel, den Iran anzugreifen. Führungsfiguren des Regimes in Teheran wurden ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgte Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nahmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockierten weitgehend die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Nach der Einigung auf eine Waffenruhe scheiterten am Wochenende die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:
13:29 Uhr – Irans Justiz bearbeitet Fälle wie im Kriegszustand
Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmaßliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen. „Die Justizbehörde befindet sich bis auf weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung“, sagte Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi der Nachrichtenagentur Misan zufolge. Fälle werden demnach „entschlossen und beschleunigt“ bearbeitet.
Konkret heißt die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Kriegs hat die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken lassen. Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen.
12:17 Uhr – Russland: US-Blockade iranischer Häfen schadet Weltmärkten
Der Kreml kritisiert die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus durch eine Blockade iranischer Häfen abzuriegeln. „Solche Maßnahmen werden sich wahrscheinlich weiterhin negativ auf die internationalen Märkte auswirken“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Davon sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen.
Weitere Kommentare lehnt er ab, da viele Details des US-Plans noch unklar seien. Das US-Militär will ab 16.00 Uhr (MESZ) Schiffe daran hindern, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Dadurch werden täglich rund zwei Millionen Barrel iranisches Öl vom Weltmarkt ferngehalten, was das weltweite Angebot weiter verknappt.
12:12 Uhr – Öltanker mit Iran-Verbindung verlassen Golf vor US-Blockade
Zwei mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker verlassen vor einer geplanten US-Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete den Persischen Golf durch die Straße von Hormus. Dies geht aus Schifffahrtsdaten von Kpler und LSEG hervor. Der Tanker „Auroura“ sei mit iranischen Ölprodukten beladen, während die „New Future“ Diesel aus dem Hafen Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord habe, zeigen die Daten von Kpler weiter.
11:25 Uhr – China fordert „ungehinderte“ Durchfahrt durch Straße von Hormus
China hat angesichts der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Teil-Blockade der Straße von Hormus durch die USA eine „ungehinderte“ Durchfahrt der strategisch wichtigen Meerenge verlangt. „Die Straße von Hormus ist eine wichtige internationale Handelsroute für Waren und Energie“, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, am Montag bei einer Pressekonferenz. „Die Aufrechterhaltung ihrer Sicherheit, Stabilität, und eine ungehinderte Durchfahrt sind im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft“, fügte der Sprecher hinzu.
Der chinesische Ministeriumssprecher wies zudem Medienberichte zurück, China habe den Iran mit Waffen beliefert oder beliefern wollen. Es handele sich um „unbegründete Schmierereien“, sagte Guo mit Blick auf die Berichte, die sich auf US-Geheimdienstkreise beriefen. China verfolge „stets eine vorsichtige und verantwortungsvolle Haltung“ bei militärischen Exporten und wende strenge Kontrollen in Übereinstimmung mit seinen eigenen Exportkontrollgesetzen und Regularien und seinen internationalen Verpflichtungen an“, sagte der Specher.
11:21 Uhr – Macron plant Konferenz für Hormus-Mission mit Verbündeten
Frankreich und Großbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der Straße von Hormus abhalten. Gemeinsam mit anderen Ländern, die an einem solchen friedlichen Einsatz mitwirken wollen, um die freie Schifffahrt in der Meeresenge wiederherzustellen, wolle man sich zusammensetzen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X.
„Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht.“ Macron hatte zuletzt von einem guten Dutzend Länder gesprochen, die sich an einer solchen Initiative beteiligen wollten. Wer genau bei der Konferenz dabei ist und wann sie stattfindet, teilte Frankreich zunächst nicht mit.
10:58 Uhr – Türkei äußert Bedenken über neue Regelungen für Straße von Hormus
Die Türkei äußert Bedenken über neue Regelungen für die Straße von Hormus. Der Vorschlag der USA und des Iran für eine internationale Einsatzgruppe, die die Wiederöffnung der Wasserstraße überwacht, sei mit vielen Schwierigkeiten verbunden, sagt der türkische Außenminister Hakan Fidan der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu.
Fidan, der in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten, dem Iran und dem Vermittler Pakistan steht, fordert, dass die Straße von Hormus über Diplomatie wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden sollte.
10:34 Uhr – Wirtschaftsministerium: Konjunktur hat durch Iran-Krieg spürbar Dynamik verloren
Die Wirtschaft hat sich laut der Bundesregierung hierzulande im ersten Quartal deutlich abgeschwächt. „Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat im ersten Quartal vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten spürbar an Dynamik verloren“, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag in seinem Lagebericht für April mit.
Während Stimmungsindikatoren im Unternehmenssektor und zum Teil auch bei Verbrauchern zu Jahresbeginn zunächst eine leichte Aufhellung zeigten, haben sich diese laut dem Ministerium mit Beginn des Iran-Kriegs deutlich eingetrübt. Aktuelle Indikatoren in der Industrie deuteten darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal nur sehr verhalten entwickelt haben dürfte.
10:11 Uhr – Starmer: Unterstützen Blockade von Straße von Hormus nicht
Großbritannien wird sich Premierminister Keir Starmer zufolge nicht in den Iran-Krieg hineinziehen lassen. Sein Land werde eine Blockade der Straße von Hormus nicht unterstützen, sagt Starmer im BBC Radio 5 Live. Es sei von entscheidender Bedeutung, die Meerenge wieder zu öffnen.
„Meiner Ansicht nach ist es entscheidend, dass wir die Meerenge öffnen und vollständig öffnen, und darauf haben wir in den letzten Wochen all unsere Anstrengungen konzentriert, und das werden wir auch weiterhin tun“, sagt Starmer.
09:48 Uhr – China ruft wegen Straße von Hormus zu Ruhe auf
China ruft alle Seiten zur Ruhe und Zurückhaltung auf. Die Sicherheit, Stabilität und die ungehinderte Passage durch die Straße von Hormus liege im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums auf die Frage nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump, nach dem Scheitern der Gespräche mit dem Iran die wichtige Wasserstraße zu blockieren. China sei bereit, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten, sagt er.
09:22 Uhr – Irans Militär bezeichnet Seeblockade als „Akt der Piraterie“
Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als „Akt der Piraterie“ bezeichnet. Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. „Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden“, sagte der Sprecher weiter.
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll an diesem Montag beginnen. Ab 10.00 Uhr US-Ostküstenzeit (16.00 Uhr MESZ) werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) an.
09:09 Uhr – Eskalation am Golf könnte mehr als 30 Millionen Menschen in Armut treiben
Die militärische Eskalation in der Golfregion könnte nach Schätzungen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) weltweit mehr als 30 Millionen Menschen in die Armut treiben. Auch wenn die direkten Folgen des Iran-Krieges vor allem Länder träfen, die von dem Konflikt betroffen seien oder stark von Energieimporten abhingen, zeigten neue Schätzungen, dass langfristig auch weit vom eigentlichen Konfliktgebiet entfernte wirtschaftlich schwächere Länder stark darunter leiden werden, teilte das UNDP am Montag mit.
In dem nun schon sechs Wochen dauernden Krieg seien die Auswirkungen trotz der vorübergehenden Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran nicht mehr nur akut, erklärte das UNDP. Je länger der Krieg dauere, desto größer sei das Risiko, dass Menschen schnell in Armut geraten, warnte das Entwicklungsprogramm der UNO. Im schlimmsten Fall könnten zusätzlich 32 Millionen Menschen in Armut gedrängt werden. Besonders anfällig seien Länder in der Golfregion, in Asien, afrikanischen Ländern südlich der Sahara sowie in kleinen Insel-Entwicklungsstaaten.
09:06 Uhr – Schwedens Kraftstoffsteuern runter – Stromsubventionen rauf
Die schwedische Regierung senkt die Kraftstoffsteuern und erhöht die Stromsubventionen. Damit will sie die Haushalte bei den durch den Krieg im Iran gestiegenen Energierechnungen entlasten, erklärt die Regierung. Die in einem Extra-Haushalt festgeschriebenen Zusatzausgaben belaufen sich auf rund 7,7 Milliarden schwedische Kronen (760 Millionen Euro).
Sie ergänzen die bereits im vergangenen September für den Gesamthaushalt 2026 angekündigten Neuausgaben von 80 Milliarden Kronen (rund 7,9 Milliarden Euro). Im September dieses Jahres wird in Schweden ein neues Parlament gewählt.
08:55 Uhr – Im Iran gab es 2025 so viele Hinrichtungen wie seit 1989 nicht mehr
Im Iran sind im vergangenen Jahr nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens 1639 Menschen hingerichtet worden. Das sei ein Anstieg von 68 Prozent gegenüber dem Jahr 2024, als die iranischen Behörden 975 Menschen hinrichteten, und die höchste Zahl seit 1989, erklärten Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen und Together Against the Death Penalty (ECPM) am Montag.
In ihrem gemeinsamen Jahresbericht führten die Organisationen weiter aus, dass die Zahlen ein „absolutes Minimum“ seien, weil von den meisten Hinrichtungen nicht in offiziellen Medien berichtet werde. Viele Hinrichtungen erfolgten demnach aus politischen Gründen, die meisten wurden allerdings nach einer Verurteilung wegen Drogendelikten vollstreckt.
Sollte die Islamische Republik „die aktuelle Krise überstehen, besteht die ernsthafte Gefahr, dass Hinrichtungen noch stärker als Instrument der Unterdrückung und Repression eingesetzt werden“, hieß es in dem Jahresbericht weiter. Die Organisationen warnten darüber hinaus, dass „hunderten inhaftierten Demonstranten“, die im Januar 2026 gegen die Regierung auf die Straße gegangen waren, weiter die Todesstrafe drohe.
06:30 Uhr – EU-Kommission berät über Situation im Nahen Osten und Energiepreise
Die Mitglieder der EU-Kommission beraten bei ihrem wöchentlichen Treffen am Montag über die Lage im Nahen Osten und die Auswirkungen auf Europa. Angesichts der „aktuellen geopolitischen Lage“ habe Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen das Thema auf die Agenda gesetzt, sagte eine Sprecherin. Dabei soll es demnach um alle von dem Iran-Krieg betroffenen Politikbereiche gehen, „von Energie bis Verkehr, von Migration bis zur inneren Sicherheit“.
05:36 Uhr – Irans Marinechef nennt Trumps Blockade-Drohung für Straße von Hormus „lächerlich“
Die Ankündigung Trumps, die Straße von Hormus zu blockieren, ist vom Chef der iranischen Marine als „lächerlich“ zurückgewiesen worden. Schahram Irani sagte nach Angaben des Staatsfernsehens: „Die Drohungen des US-Präsidenten, Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd.“ Die iranische Marine „überwacht und kontrolliert alle Bewegungen der aggressiven US-Armee in der Region“.
04:34 Uhr – Nach Kritik an Iran-Kurs: Trump nennt Papst Leo „schwach“
US-Präsident Trump hat Papst Leo nach dessen Kritik an der amerikanischen Außen- und Einwanderungspolitik scharf angegriffen. Der Pontifex sei „schwach“ bei der Kriminalitätsbekämpfung und „schrecklich“ für die Außenpolitik, schrieb Trump am späten Sonntagabend auf Truth Social. „Leo sollte sich als Papst zusammenreißen“, schrieb Trump in seinem Beitrag weiter und erklärte später gegenüber Reportern, er sei kein großer Fan des Pontifex.
03:52 Uhr – Trump: Rückkehr des Iran an den Verhandlungstisch würde keine Rolle spielen
Eine Rückkehr Teherans zu Verhandlungen über eine dauerhafte Beendigung des Iran-Krieges würde US-Präsident Trump zufolge keine Rolle spielen. „Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht“, sagte Trump vor Journalisten auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington. „Wenn sie nicht zurückkommen, ist das für mich in Ordnung“, fügte er hinzu.
03:35 Uhr – Öl- und Gaspreise steigen stark an
Die Ankündigung der US-Blockade in der Straße von Hormus hat die Ölpreise über die Marke von 100 Dollar getrieben. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um rund acht Prozent auf 102,80 US-Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI stieg um 8,6 Prozent auf 104,88 US-Dollar.
Die europäischen Erdgaspreise stiegen im frühen asiatischen Handel stark an. Die niederländischen TTF-Futures legten um bis zu 18 Prozent auf 51,30 € pro Megawattstunde zu.
Gold gab um 0,7 Prozent auf etwa 4720 US-Dollar pro Unze nach, da höhere Ölpreise die Erwartung schürten, dass die Zinsen auf hohem Niveau bleiben werden, was auf nicht verzinsliche Anlagen wie Gold lastete. Bitcoin gab leicht nach und notierte bei etwa 71.000 US-Dollar.
00:59 Uhr – Irans Außenminister: USA ließen konstruktive Gespräche scheitern
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wirft den USA vor, die Gespräche in Pakistan trotz vielversprechender Aussichten zum Scheitern gebracht zu haben. Sein Land habe „in gutem Glauben“ mit den Vereinigten Staaten über ein Kriegsende verhandelt, schrieb Araghtschi auf der Online-Plattform X. Doch sei der Iran „nur wenige Zentimeter“ vor einer „Islamabad-MoU“ auf Maximalforderungen, wechselnde Zielvorgaben und Blockade gestoßen, ergänzte er. Mit „MoU“ meinte er die Abkürzung für „Memorandum of Understanding“, also eine Absichtserklärung.
00:01 Uhr – CDU-Außenpolitiker: Trumps Seeblockade eher Verhandlungstaktik
Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hält die Ankündigung einer Seeblockade in der Straße von Hormus durch US-Präsident Donald Trump in erster Linie für eine Verhandlungstaktik. „Präsident Trump kann keine blockierten Handelswege gebrauchen“, sagte Hardt der „Rheinischen Post“. „Das führt auch in den USA zu steigenden Preisen und schwächt ihn innenpolitisch“, sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion. „Beide Seiten versuchen, ihre Verhandlungsposition zu verbessern. Ich sehe Trumps Äußerungen über eine mögliche US-Blockade eher als Verhandlungstaktik.“ Außerdem habe man gelernt, „bei ihm nicht jedes Wort sofort als endgültige Festlegung zu verstehen“, meinte der CDU-Politiker.
Sonntag, 12. April 2026
23:46 Uhr – US-Militär: Seeblockade der Straße von Hormus beginnt Montag
Die von US-Präsident Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll am Montag beginnen. Ab 10 Uhr US-Ostküstenzeit (16 Uhr MESZ) werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X an.
Dies schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen durchgesetzt, hieß es weiter.
Zugleich erläuterte Centcom, dass die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus, deren Ziel oder Startpunkt nicht ein iranischer Hafen ist, durch das US-Militär nicht beeinträchtigt werde.
22:53 Uhr – US-Kreise: Teheran wollte Washingtons rote Linien nicht akzeptieren
Der Iran hat bei den vorerst gescheiterten Gesprächen in Pakistan nicht allen roten Linien Washingtons für ein Kriegsende zustimmen wollen. Dies teilte ein US-Regierungsmitglied der Nachrichtenagentur AP mit. Kernziel der US-Unterhändler sei gewesen, sicherzustellen, dass der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Es habe aber weitere von den USA gezogene rote Linien gegeben, gegen die der Iran Einwände erhoben habe, sagte die Quelle.
Dazu gehöre, dass der Iran die Urananreicherung beende, seine wichtigsten Anreicherungsanlagen demontiere, die Bergung seines hochangereicherten Urans erlaube, die Finanzierung der Hamas, der Hisbollah im Libanon und der Huthi-Miliz im Jemen einstelle, einen umfassenderen Rahmen für Frieden und Sicherheit in der Region schaffe und die Straße von Hormus öffne.
21:38 Uhr – Regierung: Libanon bemüht sich um Ende des Kriegs und Abzug israelischer Truppen
Der Libanon strebt nach den Worten von Regierungschef Nawaf Salam die Beendigung des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah sowie einen Abzug der israelischen Truppen an. „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, diesen Krieg zu beenden, den Abzug Israels aus all unseren Gebieten sicherzustellen, die Rückkehr aller Gefangenen zu erreichen, unsere zerstörten Dörfer und Städte wieder aufzubauen und die sichere Rückkehr der Vertriebenen zu gewährleisten“, sagte Salam in einer Fernsehansprache am Sonntag.
Der Libanon bemühe sich weiterhin, „Verhandlungen zu führen, um den Krieg zu beenden“, betonte er. Salam äußerte sich vor für Dienstag geplanten direkten Gesprächen Israels und des Libanon im US-Außenministerium in Washington. Die libanesische Präsidentschaft teilte am Freitag mit, dabei würde über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verhandelt werden. Die israelische Regierung strebt nach eigenen Angaben Gespräche über eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz und über friedliche Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern an.
21:05 Uhr – Trump: Ölpreise könnten bis November hoch bleiben
Trump geht nach eigenen Worten davon aus, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den Zwischenwahlen in den USA im November hoch bleiben werden. Das ist ein seltenes Eingeständnis der möglichen politischen Folgen seiner Entscheidung von Ende Februar, den Iran anzugreifen. „Es könnte so sein, oder gleichbleiben oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleichbleiben“, sagte Trump dem US-Sender Fox.
19:43 Uhr – Trump droht China mit Zöllen im Fall von Waffenlieferungen an Iran
Trump droht China mit Zöllen von 50 Prozent, sollte die Volksrepublik Waffen an den Iran verkaufen. Er habe Berichte gehört, wonach China dem Iran Flugabwehrraketen geliefert habe, die ein Soldat von der Schulter aus abfeuern könne, sagte Trump dem Sender Fox News. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, werde er chinesische Waren mit Zöllen belegen.
dpa/AFP/AP/Reuters/ceb/saha/mol/jmr/doli/jho/rct
Source: welt.de