Herr Deshpande, vor Kurzem haben Sie Kanzler Merz auf seiner Reise nach Indien begleitet. Wie haben Sie das Land erlebt?
Für mich war es nicht nur meine erste Reise mit dem Bundeskanzler, sondern auch die Möglichkeit, das Heimatland meiner Eltern aus einer anderen Sicht zu sehen. Der wirtschaftliche Fortschritt in Indien ist beeindruckend. Sie sprechen dort von acht bis zehn Prozent Wachstum im Jahr. Für Deutschland und Europa ist das ein Signal, enger mit Indien zusammenzuarbeiten. Jetzt muss man sehen, wie das Handelsabkommen mit Leben gefüllt wird. Besonders spannend war für mich die Pharmaindustrie. Indien ist gerade in der Herstellung von generischen Arzneimitteln stark. Nun hat das Land aber auch den Willen, in innovative Forschung vorzudringen.