Charlie Kirk: Und wir sind live derbei

Wir
können ihn alle sehen. Der Mann in weißem T-Shirt und schwarzer Hose sitzt
lässig unter freiem Himmel auf einer Bühne. Eine Hand hängt locker im Schoß,
die andere hält ein Mikrofon an den Mund. Das Thema ist offensichtlich ernst
und der Mann offensichtlich rechts – gerade wird er gefragt, ob er wisse, wie
viele „mass shootings“ es in den letzten zehn Jahren in den USA gegeben habe. Er
fragt etwas provokant zurück, ob er „gang violence“ mitzählen solle, ein
beliebter Kniff des Trump-Lagers, um vom Thema Waffengewalt auf die mutmaßlich
eskalierende Bedrohung durch ethnische Minderheiten abzulenken. Dann – direkt
nach dem Wort violence – ein Schuss, gut zu hören als peitschender Klang.
Unmengen Blut ergießen sich sofort von der Halsschlagader über das T-Shirt des
Mannes, der Körper sackt nach hinten weg. Kein Schrei, ein Wimpernschlag
Stille. Dann reagiert das Publikum, duckt sich zwischen die Stuhlreihen, raunt vor
Entsetzen.

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