Eon zählt zehnmal so viele Cyberangriffe wie vor fünf Jahren
Eon meldete am Montag, mittlerweile eine Million solcher Smart Meter bei Kunden eingebaut zu haben. „Rückblickend betrachtet“ sei das hohe Sicherheitsniveau, das die Zähler in Deutschland erfüllen müssen, aufgrund der hohen Zahl an Cyberangriffen „auch angemessen“, sagte König. Noch vor rund einem Jahr hatte Eon-Vorstandschef Leonhard Birnbaum beklagt, die Anforderungen an deutsche Smart Meter seien in Summe zu hoch. „Unsere europäischen Nachbarn haben alle einen deutlich einfacheren Smart Meter im ersten Schritt ausgerollt. Viel schneller, zu viel geringeren Kosten für alle“, hatte der Eon-Chef damals gesagt. Hierzulande habe man stattdessen „einen Ferrari für jeden haben wollen“. Jedoch sei es „verdammt teuer, 40 Millionen Ferraris auszurollen. Da wären wir besser mit einem VW-Käfer losgelaufen.“
Die Bemerkung hatte sich allerdings auch noch auf weitere Anforderungen an Smart Meter bezogen. König sagte am Montag, ein Vergleich der intelligenten Stromzähler hierzulande mit denen in anderen Ländern, die schon fast hundert Prozent Abdeckung erreicht haben, sei ein wenig „wie Äpfel mit Birnen“, auch etwa hinsichtlich der Granularität der Messungen und der Steuerbarkeit. Dennoch habe man in Deutschland fünf bis acht Jahre zu lange diskutiert, bevor eine Einführung der Geräte begonnen wurde. „Und deshalb gilt es jetzt auch, echt Gas zu geben.“ Laut Daten der Bundesnetzagentur bis zum dritten Quartal 2025 liegt die Smart-Meter-Quote hierzulande erst bei 3,8 Prozent. Eon selbst plant nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren jährlich 500.000 Smart Meter in Deutschland zu verbauen.